Nicht nur Interna

Vorsitzende Sieglinde Pipetz (von links) zeichnete langjährige Mitglieder aus, darunter auch Anton Weigl für dessen 65-jährige Treue sowie Josef Auer, Alfons Bauer, Konrad Nagler und Bernhard Nagler. Bild: hfz

Vereine altern. Mitgliedschafts-Jubiläen sind deshalb alltäglich. Versammlungen eigenen sich aber auch als gute Gelegenheit, seniorenspezifische Anliegen und Probleme vor einem breiten Publikum anzusprechen.

Der Obst-und Gartenbauverein Ammersricht hat das bei seiner Herbstversammlung getan und bot so seinen Mitgliedern einen Service etwas abseits der eigentlichen Thematik. Denn es ging um die häusliche Sicherheit und den Schutz vor Einbruch. Dazu referierten die beiden Senioren-Sicherheitsberater Oswald Ertl und Alfons Wanninger.

Zuvor hatte Vorsitzende Sieglinde Pipetz ein kurzes Resümee gezogen. Demnach kümmerten sich neun Mitglieder um die Pflege des Pfarrplatzes, der Verein war mit einem Kuchenstand beim Rosenfest im Landratsamt vertreten und ein Ausflug führte die Mitglieder zur Landesgartenschau in Deggendorf mit einem Abstecher zum Klosterhof. Viel Arbeit gebe es, seitdem Ende August die eigene Obstverwertung geöffnet sei. Eine reiche Apfelernte stelle die Helfern vor eine große Herausforderung.

Bei den anstehenden Mitgliederehrungen musste die Vorsitzende schon ganz tief in die Kiste möglicher Auszeichnungen greifen. Die Ehrennadel am Band für 65 Jahre Vereinstreue wurde Anton Weigl zuteil. Die Ehrennadel mit Kranz für 55 Jahre bekam Josef Auer, für 50 Jahre Robert Frauenknecht und Konrad Nagler. Die Ehrennadel in Gold (40 Jahre) erhielt Franz Inzelsperger, in Silber (25 Jahre) Gerhard Pledl, Michael Nagler, Andreas Beschorner und Werner Kronfeld Werner. 15 Jahre im Verein (Ehrennadel in Bronze) sind Maria Singer, Bernhard Nagler und Peter Hummel.

Auch in der Region steigen derzeit die Haus- und Wohnungseinbrüche. Deshalb hatte der Verein die beiden Senioren-Sicherheitsberater Oswald Ertl und Alfons Wanninger eingeladen, die wertvolle Tipps gaben, wie man sich vor ungebetenen Gästen schützen kann. Am häufigsten, so legten sie dar, würden Einbrecher über gekippte Fenster und Balkontüren mit nur einfachen Schlössern in Wohnungen gelangen. Deshalb sollten vorhandene Verriegelungen voll ausgeschöft werden. Denn das eigentliche Eindringen wollen Einbrecher möglichst kurz halten. Dauert es länger als drei Minuten verschwinden sie wieder.

Zudem sollte darauf geachtet werden, den Eindruck längerer Abwesenheiten zu vermeiden. Nachbarn könnten beispielsweise in Urlaubszeiten Briefkästen leeren oder Rollos bewegen. Werden Einbrecher überrascht, sollten sie keinesfalls festgehalten werden, sie könnten gewalttätig oder bewaffnet sein.
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