Noch eine Schippe drauf

Der ESC Vilshofen möchte ganz nach oben in der Eishockey-Landesliga Nord/Ost. Dort war der ERSC Amberg schon - aber nur bis Freitag. Am Sonntag treffen der Ex-Spitzenreiter und der Möchtegern-Tabellenführer aufeinander.

Nach dem Doppelerfolg vom vergangenen Wochenende in Oberbayern führte der ERSC Amberg das 14er-Feld in der Eishockey-Landesliga Nordost an. Am Freitag wurde das ausstehende Spiel zwischen dem ERC Regen und Schweinfurt vom Sportgericht mit 5:0 für den ERV Schweinfurt gewertet, der nun aktueller Tabellenführer ist, und der ERSC Zweiter.

Netto ist nicht brutto

Am Sonntag, 7. Dezember, erwarten die Löwen mit dem ESC Vilshofen einen der Topfavoriten. Im Amberger Lager ist man sich durchaus im Klaren darüber, dass der Blick auf die Tabelle aktuell nicht mehr als eine Momentaufnahme ist. Denn die Vilshofener Wölfe haben zum Beispiel am Freitag ihre achte Partie auf dem Programm stehen gehabt, der ERSC schon zehn Spiele absolviert. Die Niederbayern mussten ebenso wie der amtierende Meister Pegnitz erst eine Niederlage einstecken und stehen "netto" deshalb relativ besser da, als die Teams vor ihnen.

Deshalb sind die Amberger Löwen auch als Spitzenreiter keinesfalls der Favorit für diese Begegnung. Die Gäste haben sich als Vorjahres-Dritter nochmals erheblich verstärkt und dabei eine "Anleihe" beim Nachbarn Passau genommen. Die Dreier-Fraktion mit Vladimir Gomov, Andreas Toth und Moritz Riebel hat mit 42 Scorerpunkten in sieben Spielen auch schon mächtig eingeschlagen, dazu kommen die letztjährigen Offensivgeister wie Vavroch, Simbeck, Zillinger oder Suchomsky. Und Vilshofen stellt mit nur 13 Gegentreffern im Moment auch die stabilste Abwehr, angeführt von Spielertrainer Philipp Weinzierl.

Steil nach oben

Da kommt jede Menge Arbeit auf den ERSC zu. Trainer und Mannschaft freuen sich aber auf diese Herausforderung, denn die Leistungskurve bei den Löwen hat gerade in den letzten beiden Partien steil nach oben gezeigt. Speziell in Trostberg, wo Vilshofen sich gerade noch ins Penaltyschießen rettete, hat der ERSC eine sehr konzentrierte und stabilisierte Leistung gezeigt. Da sollte die Ponitz-Truppe am Sonntag aber nochmals eine Schippe drauf legen können, denn die Niederbayern verzeihen mit ihren vielen Routiniers keinen Fehler.

In Bestbesetzung

Löwen-Trainer Stefan Ponitz wird in dieser Spitzenpaarung auf seine Bestbesetzung zurückgreifen können; zwischenzeitlich ist auch der Pass von Denis Kress wieder beim ERSC. Ob der hochgewachsene Verteidiger schon einsatzbereit ist, wird sich zeigen. Wenn es nach den Vorstellungen der Löwen-Verantwortlichen geht, soll aber sowieso in erster Linie die Amberger Offensive - mit 66 Treffern führend in der Liga - die Gäste ausreichend beschäftigen.
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