Noch ist nichts verloren
Angemerkt

Das Spielbrett vom Tisch gefegt, den Würfel an die Wand geschmissen, den Steinchen im Vorbeigehen noch eine mitgegeben, damit sie ganz weit hinten unter der Couch landen: Ärger kann herrlich anzuschauen sein.

Die Ärger-Version light, mittlerweile Gott sei dank vom Sohn bevorzugt, ist nicht minder effektiv. Er sagt einfach: "Ich hab' keine Lust mehr" und räumt das Spielfeld auf - egal ob man als Spielpartner gerade am gewinnen war oder nicht. Die Beispiele zeigen: Verlieren ist nicht einfach, aber man kann es lernen.

Ein Verlierer ist niemand gern. Vermutlich deshalb gibt der gebürtige Amberger Josef Friedrich Schmidt, als er im Winter 1907 in einer kleinen Werkstatt im Münchner Stadtteil Giesing ein Spiel erfindet, gleich präventiv den Namen - er hat drei Söhne - "Mensch ärgere Dich nicht".

Über 70 Millionen verkaufter Exemplare des Gesellschaftsspiels ändern nichts an der Tatsache, dass wir uns ständig ärgern. Über das Wetter, die Nachrichten, die Leute, ihre Aussagen, über ein verlorenes Spiel. Der Spruch ist eigentlich die Nachricht des Jahrhunderts: Es ist ein Aufruf zu emotionaler Kompetenz. Man sollte "Mensch ärgere Dich nicht" neben "Keines Menschen Geist hält den Lauf von Sonne, Mond und Sternen auf" in Stein meißeln. Für den Anfang wäre aber auch schon mal eine Gedenktafel am Geburtshaus von Josef Friedrich Schmidt nett. Warum wurde eigentlich so lange mit der Vermarktung des berühmten Amberger Sohnes gewartet? Ärgern wir uns nicht, noch ist ja nichts verloren.



Im Blickpunkt Das Herz im Visier der Experten

Amberg. Um Aufklärung geht es bei den bundesweiten Herzwochen. Herzzentren, Klinikärzte und Kardiologen beteiligen sich an diesen Themenwochen, die von der Deutschen Herzstiftung ausgerufen werden. In diesem Jahr sind die koronare Herzkrankheit und der Herzinfarkt Themenschwerpunkte.

Auch der Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum St. Marien Amberg, Prof. Dr. Andreas Luchner, und Oberärztin Dr. Verena Fabiunke-Dörr stehen am Mittwoch, 11. November, bei einer Telefonsprechstunde als Ansprechpartner zum Thema "Koronare Herzkrankheit" zur Verfügung. Die beiden Experten sind zwischen 11 und 13 Uhr unter 38 12 30 zu erreichen.
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