Noch vor ein paar Jahren war Surfen per Schmalband mit Modem oder ISDN Standard. Doch die Zeiten haben sich geändert: Auch Privatkunden nutzen heute einen Breitband-Anschluss oder wollen umsteigen.
Breitband kommt mit Karacho

Die Bereiche, die für die Telekom und Jobst DSL nicht zu erschließen sind, machen wir über das Ausbauprogramm selber.
Das geht bald auch in Amberg. Die Stadt muss gar nicht viel dafür tun.

Amberg. (tk) Franz Mertel hatte gute Nachrichten mit in die Sitzung des Hauptausschusses gebracht. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (siehe Kasten), um die sich die Stadt selbst wird kümmern müssen, treiben die Telekom und die Amberger Firma Jobst DSL den Ausbau eigenständig voran. "Ohne finanzielle Beteiligung der Stadt", wie Mertel hervorhob.

Ist-Stand ermittelt

In einem ersten Schritt sei mit dem Breitbandpaten Christoph Fuchs von der Gewerbebau und einem Regensburger Planungsbüro zunächst eine Bestandsaufnahme bei der Ist-Versorgung von leistungsfähigem Internet vorgenommen worden. Danach seien die Netzbetreiber innerhalb eines sogenannten Markterkundungsverfahrens abgefragt worden, wo und wann sie in Amberg ohne finanzielle Beteiligung der Stadt und des Freistaates einen Ausbau planen.

Höhere Übertragungsrate

Die Telekom habe mitgeteilt, im gesamten Stadtgebiet weitere 128 Schaltkästen mit einer Glasfaserversorgung auszustatten. Dadurch sollen Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s erreicht werden. Durch den Einsatz von VDSL-Vectoring könnten noch höhere Datenraten erreicht werden. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung, die unerwünschtes Übersprechen zwischen benachbarten Anschlussleitungen verringern soll. Dadurch könne die Übertragungsrate massiv gesteigert werden. Mit den Arbeiten wolle die Telekom noch im Sommer starten.

Für die Ortsteile Schäflohe, Fuchsstein, Karmensölden und Krumbach habe der Netzbetreiber Jobst DSL aus Amberg in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur einen Vectoring-Ausbau angekündigt und sich zu einer Fertigstellung bis Montag, 30. November, verpflichtet. Lediglich für die von Telekom und Jobst ausgenommenen Bereiche komme der staatlich geförderte Breitbandausbau infrage. Hans-Jürgen Bumes (Grüne) freute sich, das zu hören und machte deutlich: "Je früher, desto besser."

Geld vom Freistaat

OB Michael Cerny nickte und versprach: "Die Bereiche, die für die Telekom und Jobst DSL nicht zu erschließen sind, machen wir über das Ausbauprogramm selber." Der Freistaat stellt dafür landesweit bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.
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