Normalerweise treffen
Lieber Holz der kurzen Wege

Die Idee dazu hatte Stadtrat und Förster Volker Binner (Vierter von rechts), Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth (Zweite von links) führte die SPD-Info-Reihe zum Thema Holz weiter. Pünktlich zu Beginn der Baumesse besuchten die Sozialdemokraten die Firma Kohl in Edelsfeld, die das landkreisweit größte Sägewerk betreibt. Bild: hfz
sich die Fraktionen für ihre Ortstermine innerhalb der Stadtgrenzen. Die SPD zog es nun hinaus in den Landkreis. Bis nach Edelsfeld. Das hatte seine guten Gründe.

(tk) Noch zu Zeiten der aus Brigitte Netta und Florian Fuchs bestehenden Doppelspitze hatte sich die SPD-Fraktion im Herbst vergangenen Jahres nach ihrer Klausurtagung ein bis dato eher stiefmütterlich behandeltes Thema auf die Agenda geschrieben: Holz soll verstärkt klimaneutral als Baustoff und Energieträger eingesetzt werden. Den Anstoß dazu hatte Neu-Stadtrat und Förster Volker Binner gegeben.

"Was kann Holz aus dem Stadtwald" lautete nun die Fragestellung der neuen Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth, die ihre Kollegen zum Ortstermin in den Landkreis einlud. Pünktlich zu Beginn der Amberg Baumesse im ACC stand ein Besuch bei der Firma Kohl auf dem Programm. Die Edelsfelder betreiben das landkreisweit größte Sägewerk.

Holz aus dem Amberger Stadtwald wird hier getrocknet, gesägt, gehobelt und in der eigenen Zimmerei zu Dachstühlen, Carports oder Häusern weiterverarbeitet. Ziel der Werksbesichtigung war es laut Fruth, sich über Möglichkeiten und Potenziale von Bauholz aus dem Stadtwald zu informieren. Egal, ob es um kommunale oder private Bauten geht.

Antrag bereits gestellt

Begonnen hatte die SPD-Info-Reihe zum Thema Holz im Vorjahr mit einem Ortstermin im von Förster Martin Seits betreuten Stadtwald. Der Termin zur Weiterverarbeitung von Rohholz knüpfte hier an und zeigte die Verarbeitung sowie die regionale Wertschöpfungskette. Das "Holz der kurzen Wege" verbessere die ohnehin schon sehr gute Klimabilanz des nachwachsenden Rohstoffes weiter. "Warum sollen Amberger Häuser mit Holz aus Skandinavien, Österreich oder Tschechien gebaut werden, wenn auf 2000 Hektar Stadtwald jedes Jahr Holz für rund 100 Holzhäuser zuwächst?", wollte Volker Binner wissen und formulierte damit sein zentrales Anliegen. Die SPD hat laut Fruth hat hierzu bereits einen Antrag gestellt, der "die vermehrte Verwendung von Amberger Holz im kommunalen Bauwesen sowie bei den Stadttöchtern" zum Ziel hat.

Laut Birgit Fruth hatte zuletzt der Geschäftsberichtes der Stadtbau bestätigt, dass Holzbauten bisher nicht realisiert wurden. Andernorts sei das Holzzeitalter am Bau bereits weiter fortgeschritten. In Bad Aibling sei beispielsweise ein achtgeschossiges Wohn- und Bürogebäude in Holz- und Passivbauweise entstanden.

Stadt München belohnt

Die Stadt München gehe sogar noch einen Schritt weiter und honoriere klimabewusstes Bauen mit Holz: Mit dem sogenannten CO2-Bonus werde jedes Kilogramm im Bau langfristig gebundenes CO2 mit 30 Cent gefördert. Birgit Fruth resümierte am Ende des Treffens: "Holz kann helfen die Ziele des Klimaschutzkonzeptes schneller zu erreichen."
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