Not-Truppe gegen Elends-Elf

Tee trinken und abwarten löst die Probleme beim Aufsteiger und Kurzzeit-Tabellenführer TuS/WE Hirschau nicht. Bild: Ziegler

Wenn der Vorletzte gegen den Letzten spielt, ist das Abstiegskampf pur. Wenn es sich dabei auch noch um ein Stadtduell handelt, kochen die Emotionen hoch - selbst wenn die besten Zeiten der Derbys schon lange zurückliegen.

In der Kreisliga Süd wird am zehnten Spieltag die Partie zwischen dem TuS Rosenberg und dem SV Loderhof/Sulzbach zahlreiche Zuschauer anlocken.

Ex-Spitzenreiter TuS/WE Hirschau muss gegen den FC Edelsfeld versuchen, den Absturz zu bremsen - von Rang eins ging es auf Position sieben nach unten.

TuS Rosenberg       SV Loderhof
(kok) Zum Derby gastiert am Samstag, 19. September, der Nachbarverein aus dem Stadtwesten im Aicher-Stadion. Auch wenn die glanzvollen Tage des Stadtduells bereits länger zurückliegen, birgt das Spiel aufgrund der Tabellenkonstellation eine Menge Brisanz. Beide Teams stehen am Tabellenende, wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während der TuS mit zwei Siegen in Serie und vor allem einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Saisonauftakt langsam wieder Land in Sicht hat, stehen die Loderhofer mit nur einem Punkt aus den bisherigen acht Saisonspielen auf den letzten Tabellenplatz. Teils hagelte es deutliche Niederlagen wie auch vergangene Woche mit 0:7 gegen Ursensollen. Nach großem personellen Umbruch scheint sich die neu zusammengestellte Mannschaft noch schwer zu tun in der Kreisliga.

Dass Loderhof für Überraschungen gut ist, zeigte sie beim Spiel in Hirschau, als sie erst mit dem Schlusspfiff den Ausgleich kassierte. Der TuS muss sich also auf extrem kämpferisch auftretende Gäste einstellen. Personell hat TuS-Trainer Hartman für diese Aufgabe aufgrund der beispiellosen Verletztenmisere nahezu keine Alternativen mehr, so dass sich die Mannschaft fast von selbst aufstellt. Dies war teilweise allerdings auch bereits in den vergangenen Wochen der Fall, man schaffte es aber trotzdem durch geschlossenes und kämpferisches Auftreten die ersten Siege einzufahren.

TSV Königstein       SSV Paulsdorf
(jsb) Bereits am Samstag, 19. September, um 16 Uhr empfängt der TSV Königstein den SSV Paulsdorf. Die Gäste haben ihre zwischenzeitliche Schwächephase überwunden und ergatterten aus den letzten drei Spielen sieben Punkte. Letzter Gegner war Hirschau, die man auf eigenem Platz mit 3:0 nach Hause schickte. Aufpassen muss die TSV-Abwehr vor allem auf Torjäger Tobias Scherm, der bereits neun Tore erzielte. Die Heimmannschaft ging dagegen zuletzt gegen Germania Amberg und den TuS Kastl zweimal in Folge als Verlierer vom Platz. Gerade in Kastl hat man dem Gegner das Tore schießen zu leicht gemacht und sich durch leichtfertige Fehler um den Ertrag gebracht. Die Königsteiner müssen gegen Paulsdorf den Schalter umlegen und wieder abgebrühter auftreten als zuletzt. Mit einem Sieg könnte man sich nötiges Selbstvertrauen zurückholen und auch den Abstand auf die hinteren Plätze ausbauen.

TuS/WE Hirschau       FC Edelsfeld
(cgh) Zwei Niederlagen in den letzten beiden Partien (Kastl und Paulsdorf) beendeten den Höhenflug des TuS/WE abrupt und vertrieben die Aufstiegseuphorie gänzlich. Nun steht man am Sonntag, 20. September, im Hirschauer Sportpark gegen den FC Edelsfeld schon etwas unter Druck. Die Truppe von Spielertrainer Alex Heldrich ist durchwachsen in die Saison gestartet, landete aber am vergangenen Sonntag einen klaren Heimsieg gegen Schmidmühlen und belegt derzeit Rang 12. Hirschaus Coach Jörg Gottfried musste während der Woche einiges an Aufbauarbeit vornehmen, denn die letzte Vorstellung in Paulsdorf war alles andere als glänzend. Um gegen Edelsfeld etwas mitzunehmen, bedarf es einer deutlichen Steigerung in allen Mannschaftsteilen. Bis auf Florian Stegmann (Urlaub) steht dem Hirschauer Coach hierzu aller Voraussicht nach der komplette Kader zur Verfügung

DJK Utzenhofen       SVL Traßlberg
(aun) Nach der bitteren Pleite bei den zwei Auswärtsspielen in Folge, 0:3 in Haselmühl und 1:2 in Raigering, erwartet am Sonntag, 20. September (15 Uhr), die DJK Utzenhofen den SVL Traßlberg im Wierlbach-Stadion. Utzenhofen muss der Realität ins Auge sehen und alle Kräfte sammeln, um in der Liga wieder erfolgreich zu sein. Nach zwei Niederlagen in Folge ist es nun richtungsweisend, was das DJK-Team macht. Utzenhofen macht zur Zeit immer wieder schwerwiegende Fehler im Spielaufbau und die Stürmer können kein Tor erzielen. Zudem müssen Wille und Kampfgeist mit auf den Platz. Es wird diese Saison nicht so laufen, wie es sich die Verantwortlichen erhofft haben. Der Tabellennachbar SVL Traßlberg konnte am vergangenen Wochenende wenigsten einen Punkt (0:0) gegen den starken Aufsteiger Haselmühl zu Hause einfahren. Die Gäste finden langsam zu ihrer Form und werden auch in Utzenhofen alles versuchen zu punkten. Jetzt muss DJK-Trainer Yilmaz Topcu an die Spieler appellieren, wieder eine Schippe draufzulegen, einige sind weit von Ihrer Bestform entfernt.

ASV Haselmühl       Inter Bergsteig
(pme) Ein alter Bekannter kommt ins Vilstalstadion: Der SV Inter Bergsteig musste zuletzt eine schmerzliche 0:1-Heimniederlage gegen den TuS Rosenberg hinnehmen und belegt mit neun Punkten den elften Tabellenplatz. Auf des Gegners Platz gab es bisher nur einen Sieg (4:0 in Schmidmühlen) und ein Unentschieden (0:0 gegen Paulsdorf). Um sich etwas vom hinteren Tabellendrittel absetzen zu können, brauchen die Gäste einen Sieg. Beim ASV Haselmühl läuft die Saison recht gut und er baut auf die Heimstärke: Drei der vier Heimspiele wurden gewonnen. Allerdings wird die Verletztenliste nicht kürzer - nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler gegen Utzenhofen ist Patrick Stiegler angeschlagen. Auch hinter dem Einsatz von Nachwuchsstürmer Daniel Ibler steht noch ein Fragezeichen.

SV Schmidmühlen       SV Raigering
(fop) Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende beim unmittelbaren Tabellennachbarn in Edelsfeld kämpft Schmidmühlens Mannschaft von SVS-Trainer Marco Eckstein um den Anschluss an das Mittelfeld. Mit einer ähnlich desaströsen Leistung in der Abwehr wie am vergangenen Wochenende wird man aber gegen die Raigeringer, die noch kein Spiel verloren haben, nicht viel erben. Zu Hause landete Schmidmühlen noch keinen Dreier, die Heimstärke war aber die Bank für den Klassenerhalt in der vergangenen Saison. Schmidmühlen wird wieder auf seinen Mittelfeldstrategen Jan Aubrecht zurückgreifen können, der zuletzt arg vermisst wurde. Die Favoritenrolle liegt aber wohl beim SV Raigering, der in den bisherigen acht Spielen nur fünf Gegentreffer zuließ.

Germania Amberg       DJK Ursensollen
(tre) Nach dem turnusmäßigen spielfreien Wochenende empfangen die Germanen als Tabellensechster den Vierten aus Ursensollen. Die Gäste verfügen über eine eingespielte Mannschaft, die gegenüber der letzten Saison nur einen Abgang zu verzeichnen hat. Dagegen stehen drei Neue und drei aus dem eigenen Nachwuchs. Der bisherige Saisonverlauf zeigt das der angestrebte Mittelfeldplatz durchaus machbar ist. Vor Wochenfrist gelang beim SV Loderhof ein 7:0-Auswärtserfolg. Dabei trug sich allein Torjäger Jiri Abel viermal in die Torschützenliste ein. Mit dem Schwung des hohen Auswärtserfolges wird man natürlich versuchen, auch am Langangerweg zu punkten. Hier ist man mit dem bisher Erreichten ebenfalls zufrieden, allerdings hadern die Germanen etwas mit der Heimbilanz. Während man in der Fremde durchaus positiv überraschte, fehlt zu Hause immer noch der erste Sieg. Auch in diesem Match muss Trainer Thomas Ficarra auf einige verletzte Stammkräfte verzichten, als Ausrede lässt er das aber nicht gelten. Auch der zur Zeit zur verfügende stehende Kader hat das Potenzial den ersten Heimerfolg zu schaffen und den Gast aus Ursensollen in der Tabelle zu überholen. Allerdings bedarf es dazu einer geschlossenen Mannschaftsleistung, was nach den Trainingsleistungen auch zu erwarten ist.
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