Nur mit Konzept

Mehr öffentliche Parkplätze in der Altstadt? Baureferent Markus Kühne hat Zweifel, ob das sinnvoll wäre. "Unsere Altstadt ist für Autos nicht gebaut", gibt er zu bedenken. "Wir können doch hier keine vierspurige Straßen reinbauen." Eine Überlegung übrigens, die in den 60er Jahren durchaus ernsthaft im Stadtrat diskutiert worden ist.

Die Stellflächen im Ei sind nach Auffassung der Stadtplaner zu wertvoll, um sie den Dauerparkern zu überlassen. "Wir brauchen Flächen für die Anwohner und für die Kurzparker." Alle anderen sollen das Angebot nutzen, das rund um die Altstadt herum vorhanden ist und erweitert werden soll.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die freien Stellflächen auch gefunden werden. Das bisherige Parkleitsystem PIA war von Anfang an mangelhaft, inzwischen sind die Schilder abgebaut. Derzeit arbeitet das Baureferat an einem neuen Parkleitsystem. Mit einfacher Beschilderung, verständlichen Tafeln und der Reduzierung auf die absolut notwendigen Informationen werden die Autofahrer an bestimmten Knotenpunkten in Empfang genommen und auf der kürzest möglichen Strecke zu ihrem Parkplatz geführt.

Dazu ist es notwendig, dass die Garagen immer aktuell melden, wie viele Stellplätze noch frei sind. Ein Zentralrechner übermittelt die Daten wiederum an die Hinweisschilder. Viele Autos haben heute auch schon ein Navigationsgerät, das diese Daten ebenfalls verarbeiten kann. In nicht allzu ferner Zukunft könnte es dann so sein, dass schon bei der Eingabe des Fahrtziels das Navi das passende Parkhaus aussucht. Dass es feststellt, ob dort noch ein Platz vorhanden ist und das Auto dann zielgerichtet auf einen bestimmten Stellplatz hinführt. So würde auch das leidige Suchen im Parkhaus selbst nicht mehr nötig sein. (ass)
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