Nur nicht drängeln

Jetzt heißt es aufgepasst und nicht drängeln oder schubsen vor der Franz-Xaver-Schönwerth-Realschule. Mit einer Woche der Verkehrssicherheit trainierten Lehrer, Schüler und Eltern richtiges Verhalten. Bild: hfz

Pünktlich mit dem Gongschlag machen sich fast 1000 Schüler auf, um sich einen Platz in einem der ersten Busse zu sichern. Eine Menschenmasse wälzt sich zur Haltestelle, es wird geschubst und plötzlich kommt ein Schüler zu Fall. Das möchten die Verantwortlichen der Franz-Xaver-von Schönwerth-Realschule verhindern und tun etwas dafür.

Ein solches Schreckensszenario, das durchaus möglich ist, wird seit Einführung der "Woche der Verkehrssicherheit" 2012 an der Realschule bereits im Vorfeld versucht zu verhindern. Die Sicherheit der Schüler ist allen Mitgliedern der Schulfamilie ein großes Anliegen und so haben sich auch heuer für die besondere Woche wieder zahlreiche Helfer gemeldet.

Genügend Busse

Der durch die Schulleitung eingesetzte Verkehrssicherheitsbeauftragte Holger Mölter berichtet von großen Erfolgen. Das früher übliche Gedränge und Gezerre an den Haltestellen gehöre erfreulicherweise weitgehend der Vergangenheit an. Es sei mittlerweile bei den Schülern angekommen, dass genügend Busse organisiert sind, um sie pünktlich zum Bahnhof zu bringen und so den Anschlussbus zu erreichen.

Bei den Fünftklässlern, die neu an der Schule sind, ist die Angst, einen Bus zu verpassen, verständlicherweise noch ausgeprägt, wohingegen die Älteren schon die Erfahrung gemacht haben, dass man mit einem späteren Bus sogar schneller am Bahnhof sein kann, da er ihn direkt ohne Umwege und Haltestellen ansteuert. Allein von der Fuggerstraße fahren jeden Tag sieben Busse weg, womit niemand zur Haltestelle hetzen braucht - dies müssen aber die "Neulinge" noch lernen.

Die Bestandsaufnahme etwaiger Sicherheitsprobleme in der Verkehrssicherheitswoche hat gezeigt, dass im Zuge der Schulsanierung besondere Aufmerksamkeit geboten ist. Aufgrund der Baumaßnahmen am Gebäude in der Fuggerstraße beenden dort 300 Schüler weniger als üblich den Unterricht, da die Jugendlichen derzeit auf drei Standorte (Fuggerstraße, Möhlkaserne, Landwirtschaftsschule) verteilt sind.

Die Schulleitung hat daher auch einen Bus für die Außenstelle Möhlkaserne geordert, um die größere Zahl dort bedienen zu können. Durch diese Entzerrung fließt der Schülerstrom zügig ab, so dass sich der eigentlich negative Aspekt der drei Standorte verkehrstechnisch gesehen positiv auswirkt.

Einige unbelehrbar

Das verbotswidrige Parken zwischen den Haltestellen hat sich inzwischen verbessert, wenngleich es noch immer einige unbelehrbare Eltern gibt. Vor der Einführung der Verkehrssicherheitswoche waren die Busfahrer durch parkende Autos manches Mal sogar gezwungen, auf der Straße zu halten, um die Schüler einsteigen zu lassen.

Um den erarbeiteten Erfolg auf Dauer zu sichern, plant der Holger Mölter auch 2014 den Einsatz von Buslotsen. Vor allem Neuntklässler sollen als Helfer gewonnen werden, um eine ständige Unterstützung der Lehrkräfte an den Haltestellen sicherzustellen.

Im Bereich der Bushaltestellen ist vor allem bei den Fünft- und Sechstklässlern das Verhalten nicht immer vorhersehbar. Gerade auch deswegen wäre es nach wie vor wünschenswert, eine temporäre, während der Schulzeit geltende Geschwindigkeitszone 30 einzurichten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.