Nur schön spielen reicht nicht

"Fußball ist ein ergebnisorientierter Sport. Und das müssen wir uns vor Augen halten", sagt Ambergs Trainer Timo Rost. Dazu gehört gelegentlich auch ein Zweikampf. Marco Wiedmann (rechts) zeigt, wie es geht. Bild: Ziegler

"Bittere Wochen" waren es für den FC Amberg, sagt Teammanager Hubert Kirsch: Erst Pokal-Aus im Elfmeterschießen in Regensburg, dann Last-Minute-Schlappe in Unterhaching und Heimniederlage gegen Illertissen. Ähnlich bitter erging's der SpVgg Bayreuth mit der 1:4-Klatsche beim Schlusslicht in Augsburg. Jetzt zeigt sich, wer die Ergebnisse besser weggesteckt hat.

(lst/ref) Nach zehn Partien muss der FC Amberg am Samstag, 19. September, um 14 Uhr zum nordbayerischen Derby bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth antreten. Die Gründe, warum der Aufsteiger, der bislang positiv überraschte und eine Bereicherung für die Liga ist, nicht noch besser dasteht, liegen auf der Hand - dem FC Amberg war zuletzt das Glück nicht wirklich hold.

"Nur schön spielen und gute Kritiken zu bekommen, reicht einfach nicht aus. Fußball ist ein ergebnisorientierter Sport. Und das müssen wir uns vor Augen halten", erklärt Trainer Timo Rost.

"Das waren schon bittere Wochen", sagt auch Hubert Kirsch. Für ihn lag die Ursache der Heimniederlage gegen Illertissen im Pokalspiel bei Jahn Regensburg. "Das Spiel war spät aus, der große Platz, der fast Erstliga-Ausmaße hat, eine Niederlage im Elfmeterschießen. Dann nur Donnerstag und Freitag zum Regenerieren." Kirsch glaubt aber nicht, dass diese Phase jetzt von langer Dauer ist: "Timo Rost hat alles im Griff. Die Mannschaft war am Dienstag in der Therme in Hersbruck, dazu gab's nur ein lockeres Training. Ich glaube, dass alle wieder fit sind." Dennoch geht der Blick des Teammanagers nach vorne: "Der große Einbruch wird irgendwann kommen. Ich hoffe aber, dass der Akku noch ein paar Wochen hält."

"Wäre vermessen"

Das Ziel des FC Amberg bleibt trotz der ersten starken Auftritte nach wie vor der Klassenerhalt. "Davon rücken wir nicht ab. Für uns ist entscheidend, dass wir am Ende der Saison vier Mannschaften hinter uns lassen. Alle andere wäre für einen Aufsteiger vermessen," sagt Rost. Bestes Beispiel, wie ausgeglichen die Regionalliga in dieser Saison ist, war das überraschende 4:1 des Schlusslichts FC Augsburg II gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth, dem nächsten Gegner des FC Amberg.

Ohne Kapitän

Bayreuths Trainer Christoph Starke wiederholt gerade nach dieser Pleite gebetsmühlenartig einen Satz: "Wenn die Mannschaft nicht ihr volles Leistungsvermögen abruft, dann gewinnen wir gegen keinen Gegner." Zur mangelnden Einstellung seiner Elf kommt hinzu, dass Kapitän Florian Ascherl wegen der fünften gelben Karte für das Spiel gegen den FC Amberg gesperrt ist.

Zwei leicht angeschlagene Mannschaften, die nur zwei Punkte trennen - das ist die Ausgangsposition vor der Partie. Der FC Amberg hat 13 Punkte, Bayreuth 11 - aber: "Der Superstart hat über manches hinweggetäuscht. Diese Liga ist ganz, ganz schwer einzuschätzen. Wenn man nur den FC Augsburg oder Greuther Fürth anschaut, dann ist die große Frage, ob diese zweiten Mannschaften am Schluss noch hinten drin stehen", sagt Kirsch.

38 reichen, 40 sicher

Er glaubt, dass zwar für den Klassenerhalt - das Ziel des FC Amberg - aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga 38 Punkte in der Endabrechnung reichen könnten: "Mit 40 sind wir sicher." Und mit den bisher 13 "sind wir auf einem guten Weg." Vielleicht kommt am Samstag noch ein bisschen was dazu.
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