OB Cerny denkt an Abriss einzelner Teile des Amberger Forums
Kreativ-Auftrag für Abrissbirne

Vor Parteifreunden redet es sich einfach offener. Bei zwei CSU-Versammlungen wurde Oberbürgermeister Michael Cerny zur Zukunft des Forums so konkret wie selten zuvor.

Zur besseren Verwertbarkeit der seit zehn Jahren leerstehenden Forum-Immobilie denkt Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) an einen teilweisen Abbruch. Erhalten bleiben sollte lediglich der historische Teil des ehemaligen Storg-Komplexes. Nur so ließe sich ein optimaler Raumzuschnitt für potenzielle Investoren erreichen. Diese Überlegungen erläuterte der OB ausführlich in den Hauptversammlungen der CSU-Ortsverbände Gailoh und Stadtmitte. Der Einzelhandel, führte Cerny aus, sei auf Verkaufsflächen in Erdgeschoss-Lagen fixiert. Geschäfte im zweiten oder dritten Stock würden praktisch gemieden. Mit Abstrichen käme allenfalls noch der erste Stock in Frage. Auf dieser Erkenntnis baue die Entwicklung des aktuellen Nutzungskonzepts für den Forum-Komplex auf.

Dann ginge etwas

Als Begründung führte Cerny unter anderem das ehemalige Sparkassen-Gebäude am Marktplatz an. Nach dem Pächterwechsel dort ist der erste Stock derzeit ungenutzt. Für die zweite Etage im Forum kämen Dienstleister, etwa Ärzte, in Betracht. Die Stadt überlege derzeit, so Cerny, dort eventuell das Bauamt unterzubringen und im dritten Stock hochwertige Penthouse-Wohnungen zu schaffen. Ein Markt dafür ist nach seiner Überzeugung vorhanden. Das alte, nicht behindertengerechte Bauamt könnte abgerissen und für Wohnbebauung genutzt werden. Eine Tiefgarage im Forum-Keller mit 60 Stellplätzen und ein Aufzug würden die gesamte Innenstadt-Immobilie auf jeden Fall attraktiv machen.

All diese Denkansätze, kündigte der OB an, sollen zügig in ein Exposé eingebracht werden, das den Abbruch des von der Bahnhofstraße aus gesehen linken und größeren Teils des Forum-Komplexes vorsehe. Bei der Fassade handle es sich sowieso lediglich um einen Betonbau der 60er Jahre. Nur der rechte Teil habe historischen Charakter, betonte der Oberbürgermeister. Im Forum-Innenhof kann sich Cerny außerdem eine überdachte Passage mit Café vorstellen. Dieses Areal könne sich als ein neuer Treffpunkt ähnlich dem Marktplatz entwickeln, wenn dort wetterbedingt der Aufenthalt im Freien nicht allzu angenehm sei.

Zwei Probleme

Das Kernproblem dieser Pläne wollte der Oberbürgermeister den CSU-Mitgliedern nicht vorenthalten. Einerseits bestehe es darin, dass der Investor das gesamte Gebäude erwerben müsse, und ein Interessent dem Rathaus und Stadtrat sicherlich nicht die Frage nach ausreichenden Parkplätzen im Umfeld des Komplexes erspare.
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