Ob groß oder klein:
Top-Kräfte finden und halten

Innungsobermeister Harald Köhler, Ehrenobermeister Heribert Wenkmann, Bezirkssieger Alexander Schober und stellvertretender Innungsobermeister Dietmar Lenk (von links) posierten gerne für ein Foto. Bilder: gf (2)
In jedem Unternehmen sind täglich unzählige Entscheidungen zu treffen. In großen Betrieben gibt es dafür die Geschäftsleitung, in kleineren müssen die Inhaber selbst ran. Ihnen diente nun ein Motivations-Coach als Hilfe.

(gfr) Vor 50 Jahren wurde das IBF-Institut für Betriebsführung mit Sitz in Basel (Schweiz) gegründet. In Deutschland kümmern sich 70 Berater an elf Standorten um mittlere und kleinere Betriebe, ließ Betriebswirt Ulrich Voigt (IBF) bei der Herbstversammlung der Spengler-, Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik-Innung wissen. Fehlentscheidungen kosten laut des Experten viel Geld und können bis in die Insolvenz führen. Ziel müsse es sein, Betrieben jeder Größenordnung zielführende Lösungen anbieten.

In drei Kategorien

Das sah auch Motivations-Coach Hans-Harald Engels so, der anschließend sprach. Er sagte bei dem Treffen im Haus des Handwerks deutlich, dass Personal in A-, B- und C-Mitarbeiter eingestuft werden könne. 15 Prozent hätten hohe Bildung und würden "den Karren ziehen", 70 Prozent hätten mittlere Bildung, "laufen nebenher" und leisten gut ein Drittel weniger als die A-Mitarbeiter. Kaum Bildung hätten die C-Mitarbeiter, die nur eine schlechte Leistung erbringen, sich auf dem Karren mitziehen lassen, innerlich bereits gekündigt hätten. Studien hätten in der Vergangenheit gezeigt, dass ein B-Mitarbeiter 30 Prozent weniger leistet als der A-Mitarbeiter, beim C-Mitarbeiter seien es sogar 60 Prozent, was bei einem Zehn-Mann-Betrieb jährliche Zusatzkosten von etwa 150 000 Euro verursache. Zehn Prozent weniger C-Mitarbeiter bringen laut Referent etwa 10 000 Euro Einsparung.

Auch auf den Ton komme es an, sagte Engels, auf kollegialen Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Mitarbeiter müssten auch den Mut aufbringen und dem Chef gegenüber die eigene Meinung vertreten. Motivierte Mitarbeiter würden sich in der Verantwortung für ihren Betrieb sehen, sich fast als Geschäftspartner betrachten, denen der Unternehmenserfolg am Herzen liegt. Firmeninhaber sollten es positiv sehen, wenn ihre Mitarbeiter sich ehrenamtlich betätigen, etwa im Sportverein oder der bei Feuerwehr.

Neuer Ehrenobermeister

Für seine Verdienste um die Innung wurde Heribert Wenkmann aus Freudenberg zum neuen Ehrenobermeister ernannt. Sieger beim Leistungswettbewerb im Kammerbezirk Niederbayern-Oberpfalz sind Fabian Obkirchner (Spengler) aus Hohenburg und Alexander Schober (Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik).
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