Ob nun in den 70er- und 80er-Jahren in Amberg besserer Fußball gespielt wurde, das ließ sich nicht schlüssig klären - es war halt anders. Jedenfalls haben sich die 40 Oldies, allesamt Kicker des 1. FC Amberg, davon überzeugen können, dass der FC auch heute einen guten Fußball zeigt.
Recken von einst nicht vergessen

Das Treffen der FC-Oldies eröffneten Organisator Günter Dix (stehend, links) und Vorsitzender Frank Käfer (rechts daneben). Bilder: e (2)
(e) Dieses positive Resümee zogen die Ex-FCler nach dem 3:0 gegen Bayern Hof, das sie gemeinsam verfolgten. Mit diesem Sieg ist der FC Amberg Tabellenführer der Bayernliga Nord. Aber Spitzenreiter zu sein, das ist vielen ehemaligen FClern kein Novum, ebenso wenig allerdings wie ein Abstieg.

"Scho lang nimmer gsehn"

Eine Stunde vor dem Spiel und auch danach trafen sich die einstigen Spieler in der Stadiongaststätte. Günter Dix hatte das Treffen organisiert - und alle waren gekommen. Bei dem Wiedersehen zahlreicher früherer schwarz-gelber Kicker war die Frage wie "Woaßt as nu?" oder "Di howe a scho lang nimmer gsehn" häufig zu hören. Vorsitzender Frank Käfer rief sich in Erinnerung, dass er noch ein kleiner, fußballbegeisteter Junge gewesen sei, als er einige der Kicker als Aktive im Stadion hat spielen sehen. Das war in den Jahren nach 1973, als sich das Amberger Stadion zu einem regelrechten Magnet für Spieler und Zuschauer entwickelte.

Beim ersten Treffen waren Fußballer dabei wie Edgar Neudeck, der noch am Mosacherweg spielte, oder Richard Lengfelder, die seit gut 20 Jahren kein FC-Spiel mehr gesehen haben. Aber nicht nur sie waren im Stadion kaum mehr zu sehen. Der frühere Torwart Heinz Sehnke, der mit dem 1. FC Amberg das erste Bayernligajahr erlebt hatte, war ebenso da wie auch Willi Bauer. Beide haben, wenn man so will, die Wechselbörse zwischen Weiden und Amberg oder umgekehrt angekurbelt. Sehnke und Bauer waren nämlich 1972 die ersten Spieler, die vom Konkurrenten in die Vilsstadt wechselten.

Das war auch ein Thema für FC-Legende Peter Meßmann, mittlerweile 61 Jahre alt, er war der erste Amberger Spieler, der in der Saison 1984/85 zur Spvgg Weiden ging. Meßmann, eine Wucht in der Abwehr, war der eine, Franz Glöckl, ein Rambo im Angriff (66), war das Gegenstück. Glöckl erinnerte sich noch gut an seine sportlichen Jahre 1972 bis 1974 beim FC Amberg mit den Gastspielen des 1. FC Nürnberg und des FC Bayern München.

Viele Bilder aus früherer Zeit hängen in der Stadiongaststätte, da fand sich so mancher wieder. Darunter auch Helmut Konhäuser, der Schwandorfer, der zwischen 1972 und 1976 in Amberg war. "Wir haben beim FC wirklich schöne Stunden erlebt", schwärmte Sepp Auer, der noch bis 2002 bei den Alten Herren die Stiefel geschnürt hat.

Der Trainer gedacht

Die ältesten Teilnehmer bei dem Treffen waren wohl Max Vetter und Jürgen Walter. Auch Gerald Gröschl (75) war da, Sportleiter zwischen 1975 und 1978 sowie zwischen 1982 bis 1988, oder Dieter Hochmuth, Vorstandsmitglied ab 1982. Auch schon fast vergessene Trainer wie Peter Jendrosch, Fery Bezeredy, Bernd Oles, Steff Reisch, Aki Schmidt (feiert heuer seinen 80. Geburtstag), Karel Finek, Günter Gerling - nur um einige aus der langen Ära zu nennen - kamen ebenfalls wieder zu Ehren.
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