Obere Nabburger Straße soll belebt werden - ein bisschen
Ein bisschen mehr Leben

Vorne ändert sich erst einmal nichts, im Innenhof wird hingegen saniert. Das alte Platzer-Anwesen in der Oberen Nabburger Straße erfährt wenigstens ein bisschen Belebung. Bild: Hartl

Die Obere Nabburger Straße könnte dringend ein paar Lebens-Spritzen gebrauchen. Jetzt sollen dort alte Lagerräume in zwei Wohnungen umgebaut werden. Zu wenig, sagen Menschen, die gerne eine größere Lösung hätten.

Die weitläufigen Gebäude der ehemaligen Eisenwarenhandlung Platzer in der Oberen Nabburger Straße liegen schon Generationen von Städteplanern im Magen. Und so richtig zufrieden sind sie mit der jetzigen Variante auch nicht, das war in der vergangenen Woche im Bauausschuss deutlich zu merken.

"Umbau und Nutzungsänderung eines Lagergebäudes in zwei Wohnungen, Obere Nabburger Straße 20a" lautete der Tagesordnungspunkt, der am Ende niemand so richtig zufrieden stellte. Nach Auskunft von Baureferent Markus Kühne haben die Eigentümer einen Teil der alten Eisenwarenhandlung verkauft und wollen andere Bereiche in Eigenregie revitalisieren. Hier seien auch inzwischen einige Gebäude ausgeräumt worden - seither sei aber nichts mehr geschehen. Nun lag dem Ausschuss der Antrag des neuen Eigentümers vor, das alte Lager der Eisenwarenhandlung in zwei Wohnungen umbauen zu dürfen. Der Umbau fand natürlich den Applaus des Gremiums.

Das Problem dabei: Mit dieser eher kleinteiligen Maßnahme ist nach Ansicht einiger Stadträte der große Wurf blockiert. "Ich hätte in der Planung gerne die Hausnummern 18 bis 22 dazugenommen", sagt beispielsweise Rudolf Maier von der CSU. "Da vertun wir uns doch eine Chance, die wir nie mehr bekommen."

Der Spatz in der Hand

Maier schwebt eine Lösung vor, in der die Häuser direkt an der Straße saniert werden. Die ehemaligen Lagerräume, die umgebaut werden sollen, hätte er hingegen als Garagen für die neuen Wohnungen vorne gesehen. Zwar auch keine Ideallösung, aber immerhin die Chance, der Oberen Nabburger Straße eine dringend notwendige Vitalisierungs-Spritze zu verpassen.

Durch den Teilverkauf sei diese Variante ohnehin nicht mehr möglich, sagt hingegen Baureferent Markus Kühne. Ihm ist der berühmte Spatz in der Hand hier allemal lieber als die Taube auf dem Dach.

Wenigstens passiere hier etwas, so seine Auffassung. Und eine gewisse Kleinteiligkeit sei ja ohnehin so eine Art Markenzeichen der Altstadt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.