Oden an den Odem

"Play for me one more time la ville fumee" heißt diese Installation von Ronald van der Meijs. Bild: hfz

"Atmende Gegenstände - Breathing Objects" passen gut zum Luftmuseum. Aber auch "Von der Nase zur Skulptur" ist es am Eichenforst nicht weit. Diese Titel tragen zwei neue Sonderausstellungen.

Gemeinsam eröffnet werden sie am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr. "Atmende Gegenstände - Breathing Objects" zeigt neue Arbeiten von Ronald van der Meijs (Amsterdam) Für diese Ausstellung hat er drei große Installationen entworfen. Sie alle atmen und spielen mit der Bedeutung des Lebens und dessen Zerfall. Die Unvorhersehbarkeit der Natur ist ein wiederkehrendes Thema dieser drei Installationen.

Bei der Vernissage wird es eine Performance mit acht brennenden Zigarren mit einer der Installationen geben. Van der Meijs baut ortsspezifische Installationen und Skulpturen, die das Verhältnis Mensch, Natur, Technik thematisieren. "Es ist faszinierend zu sehen, wie wir versuchen, unser Leben und selbst die Natur zu kontrollieren, indem wir Technologie verwenden und uns völlig auf sie verlassen", beschreibt der Niederländer ein Motiv für sein Schaffen.

Ronald van der Meijs (1966) lebt und arbeitet in Amsterdam. Er hat Architektur studiert und 1993 cum laude an der Academy of Arts St. Joost abgeschlossen. Dort arbeitete er auch für drei Jahre als Lehrbeauftragter für Raumdesign. Ab 1993 hatte er sein eigenes Büro und konzentrierte sich in erster Linie auf Architektur. Seit 2001 hat sich seine Arbeit mehr und mehr in Richtung bildende Kunst bewegt.

Parallel zeigt in der gotischen Hauskapelle des Luftmuseums Maria Rucker (München) die Sonderausstellung "Von der Nase zur Skulptur". In ihrer Arbeit versucht die Bildhauerin Vorbilder der Natur oder existierende Objekte in detailgetreuer und oftmals vergrößerter Ansicht abzubilden, sie zu interpretieren und zu abstrahieren. Der Grad, wie weit sich Rucker von natürlichen Objekt entfernt, ist äußerst unterschiedlich. Die Münchnerin Rucker richtet ihren Blick dabei auf die oft überraschende Ästhetik, die sich erst im Nahbereich offenbart und durch die bildhauerische Arbeit deutlich gemacht wird: So werden beispielsweise das Gebiss eines Hais, die Schuppen und Poren von Haut oder auch die Nasen verschiedener Tiere detailliert dargestellt. In der Sonderausstellung im Luftmuseum zeigt Rucker ausgewählte Arbeiten zu Tiernasen.
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