Ohne Kebba Bah läuft's nicht

Die Zuschauer im Rosenberger Aicher-Stadion erwartet die Partie gegen den FC Edelsfeld. Und da wissen die Fußballkenner, dass ein Spiel gegen diesen Gegner leicht daneben gehen kann. Bild: Ziegler

In Utzenhofen steigt der Höhepunkt des Jahres, wenn die DJK den Gemeinde-Nachbarn aus Kastl erwartet. Aber die Hausherren haben nicht nur ein großes Problem im Sturm.

Sondern auch mit vielen Verletzten, weswegen die Gäste die Favoritenrolle innehaben.

Am fünften Spieltag der Kreisliga Süd war Inter Bergsteig Amberg schon mal Tabellenführer. Danach ging's bergab. Jetzt kommt der SV Loderhof/Sulzbach, und dem geht's noch schlechter - weil er seit Beginn den letzten Platz belegt. Kein Grund für Inter, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

SVL Traßlberg       Germania Amberg
(degr) Nach vier Auswärtsspielen in Folge wieder Heimspiel in Traßlberg. Einige Spieler, die heute sowohl bei Germania als auch beim SVL im Kreise der ersten Mannschaft sind, spielten in ihrer Jugendzeit zusammen in einer Spielgemeinschaft. Diese Freundschaft wird heute für 90 Minuten beiseite gelegt, wenn der Anpfiff ertönt. Der SVL kletterte in den vergangenen Wochen um einige Plätze nach oben. Der Grund waren die wenigen Gegentore aus den letzten acht Spielen und nur eine knappe Niederlage in Rosenberg. Trainer Caliskan stehen bis auf den Langzeitverletzen Thomas Behrend alle Mann zur Verfügung. Man muss Germania mit Spielertrainer Thomas Ficarra allerdings sehr ernst nehmen. Der Unentschiedenspezialist zeigte gegen Königstein und Rosenberg, dass er auch hoch gewinnen kann. Ficarra, Weiß und Peter sind die Torschützen vom Dienst. Die Gäste sind um einiges stärker als in der Vorsaison, in der es einen Heimsieg (3:1) und eine deftige Auswärtspleite (1:5) gab. Nur wer gewinnt, kann den Anschluss zur Spitze schaffen. Drei Punkte beträgt für Traßlberg und Germania der Abstand zu den Tabellenführern.

DJK Utzenhofen       TuS Kastl
(aun) Das Gemeindeduell gehört für beide Mannschaften alljährlich zu den Höhepunkten der Saison. Kastl spielte bisher eine erfolgreiche Punkterunde und gilt als Favorit. Auch konnte Kastl beide Vorsaisonspiele mit 1:0 gewinnen. Nach einem Jahr Bezirksliga-Zugehörigkeit musste der TuS im Frühjahr 2014 wieder in die Kreisliga absteigen. Das letzte Heimspiel wurde zwar gegen Haselmühl mit 0:1 verloren, aber die Ausgeglichenheit der Liga weist fast an jedem Spieltag einen anderen Tabellenführer aus. Die DJK Utzenhofen begann gut, spielte insgesamt aber zu wechselhaft. Das letzte Auswärtsspiel bei Germania Amberg wurde ebenfalls 0:1 verloren. Das Toreschießen wurde durch die beiden Stürmer-Abgänge (2014 Tobias Ferstl und 2015 Kebba Bah) erschwert. Auch warfen Verletzungen die Mannschaft immer wieder zurück. Utzenhofens Trainer Yilmaz Topcu stehen einige Stammspieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

ASV Haselmühl       SSV Paulsdorf
(pme) Nach zwei knappen Siegen in den Spitzenspielen gegen Germania und beim TuS Kastl hat der Aufsteiger aus Haselmühl die Tabellenspitze erobert. Am Sonntag gastiert im Nachbarschaftsderby mit dem SSV Paulsdorf eine Mannschaft, mit der man in den vergangenen Jahren hauptsächlich beim Vilstalcup des ASV aufeinandertraf. Die Gäste sind nach drei Niederlagen in Folge auf den neunten Platz abgerutscht. Mit Tobias Scherm und Christian Schreier hat die Grünwald-Elf zwei gefährliche Stürmer in ihren Reihen, die zusammen bereits 15 Tore erzielt haben. Nach dem doch etwas überraschenden Auswärtssieg in Kastl ist Haselmühl in der Favoritenrolle, aber in der Kreisliga kann jeder jeden schlagen. Bei den Eckl-Jungs dürfte neben Andreas Hammerl auch wieder Daniel Ibler mit im Kader sein. Mit dem gleichen engagierten Einsatz und Disziplin wie am letzten Wochenende sollte dieses Heimspiel gewonnen werden.

DJK Ursensollen       SV Schmidmühlen
(mdl) Ursensollen setzt wieder einmal zum Sprung an die Tabellenspitze an. Als einzige Mannschaft der vorderen Teams hatte die Steinl-Elf in der laufenden Saison den Platz an der Sonne noch nicht inne. Nach dem verlorenen Spitzenspiel in Kastl machte sich die DJK in den letzten beiden Begegnungen wieder ans Punktesammeln und hat sich mit einem deutlichen 4:1-Sieg im Auswärtsspiel am unangenehmen Hahnenkamm in Edelsfeld wieder an der Tabellenspitze zurückgemeldet. Weitaus erfreulicher und wichtiger ist jedoch, dass sich auch die Spieler aus der vermeintlichen zweiten Reihe derzeit nahtlos in die erste Elf einfügen und somit die berufs- und verletzungsbedingten Ausfälle kaum ins Gewicht fallen. Mit dem SV Schmidmühlen wartet nun ein Gegner, der im Ursensollener Lager bisher gern gesehen ist, denn in den vergangenen vier Begegnungen verließ die DJK stets als Sieger den Platz. Die Elf von Trainer Eckstein musste in den vergangen beiden Begegnungen gegen die Aufsteiger Hirschau und Königstein deftige Klatschen hinnehmen und war am vergangenen Wochenende zum Zuschauen gezwungen. Seit sieben Spielen wartet das Team aus dem Lauterachtal nun schon auf einen Sieg. Unterschätzen sollte Ursensollen den Gegner allerdings nicht, gerade die favorisierten Teams wie Kastl und Raigering mussten sich mit einem Remis begnügen.

Inter Bergsteig       SV Loderhof
Zwei bittere Niederlagen musste der SV Inter Bergsteig an den letzten beiden Spieltagen einstecken. Umso wichtiger wird es am Samstag, 17. Oktober, einen Sieg einzufahren. Inter erwartet den Letzten SV Loderhof mit vollstem Respekt, auch wenn der Gast bisher nur einen Punkt geholt hat. Am Bergsteig krempelt jedes Team die Ärmel nochmal extra hoch. Das Inter-Team muss die letzten Spiele abhaken und sich voll und ganz auf das heutige Spiel konzentrieren. Nur so kommen die Bergsteiger wieder in die Spur. Das Verletzungspech ist Dauergast am Bergsteig. Somit wird die Aufstellung erst kurz vor Spielbeginn sicher sein. Loderhof machte es den Gästen aus Traßlberg in der vergangenen Woche sichtlich schwer. Erst in der 75. Minute ging Traßlberg mit einem Elfmeter in Führung. Loderhof ist motiviert und möchte sobald als möglich den ersten Dreier einfahren.

TuS Rosenberg       FC Edelsfeld
(kok) Ein richtungsweisendes Duell bekommen die Zuschauer im Aicher-Stadion zu sehen. Immer noch von beispiellosen Verletzungssorgen geplagt konnten sich die Rosenberger dennoch etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Mit vier Siegen und einem Unentschieden aus den letzten sechs Spielen konnte man den miserablen Saisonstart zumindest etwas vergessen machen und hat nun die große Möglichkeit einen direkten Konkurrenten weiter auf Abstand zu halten. Denn mit vier Punkten Rückstand stehen die Gäste vom Hahnenkamm schon unter Druck. Dass der FCE ein unangenehmer Gegner sein kann, ist beim TuS traditionell bekannt, musste man in den vergangenen Jahren oftmals den ein oder anderen Punkt an die Edelsfelder abgeben. Und auch in dieser Saison sorgten die Gäste bereits für die ein oder andere Überraschung, wie beispielsweise das 1:1 gegen den Ligafavorit aus Raigering.

SV Raigering       TSV Königstein
(gth) "Mit einem weiteren Heimsieg haben wir die Möglichkeit nach vorne zu stoßen und weitere Plätze in der Tabelle gut zu machen". Cheftrainer Martin Kratzer lässt keinen Zweifel daran, dass am Samstag der SV Raigering als Sieger gegen den TSV Königsstein (Anstoß 16 Uhr) vom Platz gehen will. Dabei treffen die "Panduren" auf einen unberechenbaren Gegner, der zwei Zähler hinter dem SVR lauert. Nach einem schwachen Start, arbeitete sich der Aufsteiger von Spieltag zu Spieltag nach oben. Die guten Einzelspieler in Königsteiner Reihen sind dabei ein stabilisierender Faktor. "Aber es liegt nur an uns, die Partie zu gewinnen", macht Kratzer klar, dass der SVR seinen Weg geht.

Wie am letzten Wochenende. Da überraschte der SV Inter zunächst die Raigeringer mit ihrer forschen offensiven Ausrichtung und bereitete damit dem Gastgeber große Probleme. "Bis zum Lattentreffer waren sie der bislang beste Gegner". Doch dann stellt der SVR-Übungsleiter um und schon kam der SVR-Motor ins Laufen. Einsatz, Laufbereitschaft und Wille stimmten und so drehten die "Panduren" in den letzten Minuten noch die Partie.
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