Ohne Läuse geht da nichts

(ads) Wer kennt ihn nicht, den dunklen, würzigen und aromatischen Waldhonig? Allerdings gestaltet sich dessen Ernte nicht einfach. Denn nur ein ausgewogenes Zusammenspiel der Witterung, Blüte bestimmter Pflanzen, Populationen von Läusen und letztendlich Bienen gewährleisten einen gelungenen Waldhonig.

Bezirksvorsitzender Richard Schecklmann referierte auf Einladung des Bienenzuchtvereins Amberg über das Spektrum der für Bienen relevanten Pflanzen im Wald und am Waldrand. Im Frühjahr seien der Ahorn, die Weide, Vogelkirsche, Robinie und Linde gute Nektarquellen für die Bienen. Als wichtige Bäume für die nötigen Lauspopulationen und das Produzieren von Honigtau gelten die Fichte, Kiefer und Eiche. Die Rindenläuse würden die Siebröhren der Pflanzen anstechen und den Saft aus den Blättern oder Nadeln heraussaugen, wobei überschüssige Mengen an Kohlenhydraten von den Läusen dann als Honigtau ausgeschieden werden.

Statt Nektar sammeln Bienen dann diese Tropfen auf. Nachdem Schecklmann die verschiedenen Lausarten vorgestellt hatte, erklärte er, dass auch Sträucher im Wald und an sonnigen und windgeschützten Rändern und Lichtungen gute Nektarquellen für die Bienen bieten. Hier würden die Schlehe, der Weißdorn, Hartriegel, Faulbaum, die Him- und Brombeere im Vordergrund stehen. Abschließend zollte der Bezirksvorsitzende dem Bienenzuchtverein und dessen Engagement bei der Ausbildung von neuen Imkern am Bienenstand in Aschach hohen Respekt.
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