Oma Ella darf endlich ruhen
Angemerkt

Jetzt hat sie Ruh' - endlich, werden manche sagen. Denn tatsächlich kann man vieles, was mit und um Oma Ella in den vergangenen Jahren passiert ist, sehr kritisch sehen. Vor allem ihre "Vermarktung" auf verschiedensten Kanälen, federführend gesteuert von Enkel Günther Kastner, bei dem die 105-Jährige bis zuletzt in Berlin lebte.

Natürlich kann man ihm vorwerfen, dass er wohl nicht ganz uneigennützig seiner Großmutter zu diesem fragwürdigen Ruhm verhalf. Dass er sie auch für seine Interessen auf Facebook, beim Eurovision Song Contest oder wo auch immer einspannte. Nicht selten wirkte es so, als würde Oma Ella wie ein Maskottchen um die halbe Welt geschoben.

Andererseits hat die Seniorin selbst immer beteuert, dass ihr all das Freude mache. Dass sie gerne viele Menschen trifft und aktiv ist - trotz all der Strapazen, denen sie gerade auf Reisen ausgesetzt war. Ella Kastner selbst wirkte tatsächlich immer glücklich. Und sie hat andere Menschen allein mit ihrer Anwesenheit und ihrer herzlichen Art glücklich gemacht. Vielleicht sollten wir deshalb nicht den Stab über sie und ihren Enkel brechen. Das gebietet schon der Anstand, jetzt zur Trauerfeier sowieso. Dennoch darf man sich und ihr wünschen: Ruhe in Frieden, Ella Kastner.



Im Blickpunkt Metzger Hottner im Rampenlicht

Amberg. (upl) Heute ist Herbert Hottners großer Tag: Der Metzger vom Marktplatz steht ab 20 Uhr in einer Solo-Rolle auf der Bühne des Stadttheaters. "Heute weder Hamlet" heißt der Monolog von Rainer Lewandowski, der den Schauspieler Ingo Sassmann porträtiert.

Sassmann, unter anderem mehrfacher Hamlet-Darsteller, fristet seit dem Bruch seiner Karriere eine Existenz als Vorhangzieher am örtlichen Theater. So ist er immer noch mit dabei - wenigstens von der Seite. Als eine Vorstellung kurzfristig abgesagt werden muss, wittert er seine große Chance.

Metzgermeister Herbert Hottner hat sich nach vielen Rollen und Inszenierungen mit dem Ensemble Central einen Traum erfüllt und steht nun selbst einen ganzen Abend lang auf der Bühne. Die Regie führt Bettina Schönenberg, die Amberg ebenfalls schon aufgemischt hat: Die Schauspielerin kennen viele als eine der Diven in der Kapelle "Die Diven und der Schmidt". Bei der Tourist-Information am Hallplatz (heute von 10 bis 13 Uhr geöffnet) und im Café Zentral am Marktplatz gibt es zum Preis von 18 Euro noch Karten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.