Online-Umfrage für Schüler von 5. bis 10. Klasse
Was machen Kinder in ihrer Freizeit?

Stadt und Landkreis planen gemeinsam eine Jugendbefragung per Internet. Gezielt werden dabei Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 schulübergreifend einbezogen. Ziel der Untersuchung ist es, Details zur Freizeitgestaltung zu erfahren, aber auch Anregungen von den Jugendlichen zu erhalten. So zielt eine Frage auf einen für Jugendliche optimalen Standort eines neuen Jugendzentrums.

Mit Landkreis-Schülern

"Ganz bewusst bezieht die Stadt dabei die Schulen des Landkreises mit ein", berichtete Diplom-Pädagogin Sibylle Vinzens in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Dies sei erforderlich, da etwa durch Mittelschulverbünde und durch den Besuch von weiterführenden Schulen im Stadtgebiet durch Landkreis-Kinder eine Überschneidung bestehe. Man berücksichtige auch die Tatsache, dass der Aktionsradius von Jugendlichen sich nicht auf die Heimatkommune beschränke und sich das Freizeitverhalten über die Grenzen der Gemeinden ausdehne.

Nach Auskunft von Vinzens werde an jeder Schule eine Klasse pro Jahrgang befragt. Die Lehrer erhalten für die Schüler einen Zugangscode. Der Zeitaufwand beträgt etwa 15 bis 20 Minuten. Das Beantworten soll während des Unterrichts erfolgen. Die Datenerhebung wird mit dem Anbieter onlineumfragen.com umgesetzt.

30 Fragen sollen klären, wo und wann die Kinder in ihrer Freizeit unterwegs sind. Die Auswertung wird nach Stadtteilen sortiert. Die Kinder geben an, in welchen Vereinen sie Mitglied sind, mit welchen Verkehrsmitteln sie wohin kommen, wie häufig sie welche Einrichtungen nutzen oder wie sich Jugendliche ihre Beteiligung an Planungen und Einrichtungen vorstellen.

Zeitraum jetzt ideal

Laut Jugendamt liegen bereits die Genehmigungen für alle Schularten vor. Eine Stunde vor Sitzungsbeginn kam auch grünes Licht vom Kulturministerium für die Gymnasien. Die Online-Befragung soll laut Vinzens noch in diesem Monat abgewickelt werden. "Der Zeitraum kurz vor den Sommerferien erscheint uns als geeignet, um den Unterrichtsablauf möglichst wenig zu beeinträchtigen", sagte Vinzens im Jugendhilfeausschuss. Arbeitsgruppen werden nach Ende der Befragung die erhobenen Daten diskutieren und auswerten. Als Themenschwerpunkte hat die Jugendhilfeplanung folgende vorgesehen: Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit, Familienbildung sowie Kinder- und Jugendschutz/ Hilfen zur Erziehung. Die Organisatoren wollen auch freie Träger der Jugendhilfe mit beteiligen.

Oberbürgermeister Michael Cerny hoffte, dass möglichst viele Kinder mitmachen, um eine gute Basis für die Arbeitsgruppen zu bekommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.