Oratorienchor mit Solisten und Sinfonieorchester im ACC
Bachs einzigartiges Weihnachtsoratorium

Zusammen mit dem Amberger Sinfonieorchester und vier herausragenden Solisten führt der Amberger Oratorienchor am Sonntag, 7. Dezember, im ACC Bachs Weihnachtsoratorium auf. Bild: hfz
Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach führt der Amberger Oratorienchor unter der Leitung von Thomas Appel am Sonntag, 7. Dezember, um 19 Uhr im Amberger Congress Centrum auf. Bei diesem Konzert stellt das Ensemble nach fast 15 Jahren wieder einmal die selten aufgeführten Kantaten 4 bis 6 in den Mittelpunkt. Bachs Werk zählt zu den beliebtesten und bekanntesten in der Gattung Oratorium.

Um 1734 entstanden

Um das Jahr 1734 hatte der Komponist den Plan gefasst, für einige wichtige Feste des Kirchenjahrs Oratorien zu schaffen. Wie in der damaligen Zeit üblich, verwendete er Teile aus anderen, meist weltlichen Kantaten und veränderte sie etwas. Doch auch neue Arien und Chöre kamen hinzu, und so schuf Bach einen Zyklus von sechs Kantaten, die in ihrer Art einzigartig zu einem großen Oratorium zusammengewachsen sind. Dabei bildet die inhaltliche Konzentration auf das weihnachtliche Geschehen selbst das textliche Rückgrat dieses Werks: der biblische Bericht von der Geburt Jesu, die Verkündigung durch den Engel des Herrn, die Anbetung der Hirten und von den Weisen aus dem Morgenland.

Premiere einst in Leipzig

Wie so oft kann man auch hier die Fähigkeit Bachs bewundern, aus verschiedenartigen älteren und ad hoc komponierten Stücken ein neues und in sich ausgewogenes Gesamtwerk zu schaffen. Im Weihnachtsfestkreis 1734/35 wurden alle sechs Kantaten zum ersten Mal in Leipzig uraufgeführt.

Für sein Konzert hat der Oratorienchor hervorragende Solisten gewonnen: Saskia Steinfeld (Sopran) aus München glänzte bereits 2013 mit der Partie aus der Johannespassion von Bach in Amberg. Neben ihrer Arbeit als Opernsängerin widmet sie sich schon seit Jahren intensiv dem Oratorien- und Liedgesang.

Neu im Solistenquartett ist die Altistin Charlotte Quadt aus Bonn, die zum ersten Mal im ACC zu hören sein wird. Sie ist seit ihrem Gesangsstudium in Frankfurt eine gefragte Konzert- und Oratoriensängerin. Doch auch auf der Opernbühne in Düsseldorf und Bonn ist sie laut Presseinformation vielseitig tätig. Außerdem ist sie Stipendiatin des Richard Wagner-Verbandes. Klaus Steppberger (Tenor) ist in der Region kein Unbekannter mehr, hat er doch in der Vergangenheit schon öfter mit seiner lyrischen Stimme bei Konzerten des Oratorienchors auf sich aufmerksam gemacht.

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Der Bassist Thomas Dobmeier (München) ist mit seinem beeindruckendem Repertoire nicht nur ein gefragter Konzertsänger, sondern seit einigen Jahren auch immer mehr als Gesangspädagoge erfolgreich. So leitet er mittlerweile eine private Gesangsakademie in Oberfranken.

Das Ensemble greift auch bei diesem Konzert wieder auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Amberger Sinfonieorchester (Konzertmeisterin Brigitte Gerlinghaus) zurück. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist- Information in der Zeughausstraße (Tel. 10 233) sowie beim Ticket-Service der Amberger Zeitung in der Mühlgasse 2 (Tel. 306 230).
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