Ordensschwestern aus Ruanda zu Gast in der Pfarrei St. Martin
Trommeln in der Basilika

Die Missionsdominikanerinnen mit (hinten, von links) Pater Robert aus Mexiko, Stadtpfarrer Franz Meiler und Schwester Annette, Oberin des Klosters Strahlfeld. Bild: hfz
Mit afrikanischen Trommelrhythmen und Gesängen bereicherten junge Missionsdominikanerinnen aus Ruanda einen Familiengottesdienst in der Basilika St. Martin. Begleitet wurden sie von Schwester Annette, Oberin im Kloster Strahlfeld (Landkreis Cham). Ihr Besuch war ein Zeichen des Dankes an die Pfarrei, die seit Jahren den Orden der Missionsdominikanerinnen mit Spenden tatkräftig unterstützt.

Oberin Annette erzählte den Gottesdienstbesuchern anschaulich von der Missionstätigkeit des Ordens und den Projekten in verschiedenen afrikanischen Ländern. In Afrika unterhalten die Schwestern unter anderem ein Hospiz und kümmern sich um Straßenkinder und Aidskranke. So erhielten die Zuhörer ein Bild von der sinnvollen Verwendung der Spendengelder. Stadtpfarrer Franz Meiler sagte, er freue sich, Oberin Annette einen Betrag von 2000 Euro mitgeben zu können, der bei verschiedenen Aktionen des Pfarrgemeinderates gesammelt worden war. Die Gottesdienstbesucher waren so beeindruckt, dass sie diesen Betrag mit weiteren Spenden aufstockten.

Perspektive schaffen

In früheren Jahren gingen Oberpfälzer Missionsdominikanerinnen aus dem Kloster Strahlfeld nach Ruanda, Simbabwe, Kenia, Sambia oder Uganda, um den Menschen dort den christlichen Glauben zu vermitteln und vor allem tatkräftig zu helfen. Inzwischen haben einheimische Ordensfrauen diese Aufgaben übernommen. Nun kommen von dort junge afrikanische Schwestern für ein Jahr in die Oberpfalz, um hier bei der Betreuung alter Schwestern mitzuarbeiten und die deutsche Kultur und Sprache kennenzulernen. So wird die enge Verbindung aufrechterhalten.

Eine der Schwestern, die in der Basilika zu Besuch waren, stammt aus Simbabwe. Dort, in der Stadt Harare, fördert die Pfarrei St. Martin seit langem eine wichtige Einrichtung des Ordens. HIV-infizierten jungen Müttern und ihren Kindern, die von ihren Familien verstoßen werden, bieten die einheimischen Ordensfrauen medizinische Betreuung und eine Ausbildung an, damit sie eine Perspektive haben.
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