Orlowski im Kunstkombinat

Steffen Orlowski mag zwar nicht jeder kennen, aber aufmerksamen Kunstfreunden wird der Name nicht völlig fremd sein. Schließlich beteiligte sich der im thüringischen Gräfenthal geborene Künstler schon mehrmals an Symposien des Kunstkombinats. Jetzt kommt er mit einer Einzelausstellung nach Amberg, bei deren Vernissage er am Freitag, 26. Juni, anwesend sein wird. Außerdem lädt er am Samstag, 27. Juni, um 17 Uhr zu einem Künstlergespräch ein.

Inhaltlich zieht sich als roter Faden das Individuum Mensch in seiner Beziehung zu Raum und Zeit durch seine Arbeiten. Vor der Wende machte er mehrere Ausbildungen als Glasbläser in Jena und Lauscha und absolvierte 1990 sein Fachschulstudium zum Designer in Zwiesel. 1993 nahm er das Studium der Bildhauerei und Glaskunst am Edinburgh College of Art in Schottland auf, nach dessen Abschluss er als freischaffender Künstler arbeitete. Von 2002 bis 2013 war er Leiter der Studienwerkstatt für Skulpturales Glas an der Akademie der bildenden Künste München, von der er seit 2014 einen Lehrauftrag als freier Dozent erhielt.

Er ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden und nahm 1999 und 2003 am internationalen Wettbewerb der New Glass Review teil, für den das Corning Museum of Glass in New York die Werke auswählte. Auch in der Münchner Pinakothek der Moderne, im Museum für angewandte Kunst in Prag und auf der Fachmesse Glasstec in Düsseldorf waren Steffen Orlowskis Werke schon zu sehen. Zur Ausglass Conference reiste er bis nach Australien. Für seine Skulpturen benutzt er das Material Glas direkt aus der Schmelze des Ofens oder bearbeitet es an der Glaslampe. "Es gibt nichts schlimmeres auf der Welt als einen Künstler, der sich nicht verändert", zitiert Steffen Orlowski gern die russische Malerin Olga Rosanova.
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