Ort feiert seine Kinder

Die Raigeringer Musikanten hielten die Gäste an den Tischen bei Laune.

"Heute dauert der Gottesdienst bestimmt länger, weil der Chef von Pfarrer Kroher da ist." Die Buben und Mädchen hatten ganz recht. Aber sie nahmen natürlich gern an diesem Pontifikalamt mit Bischof Rudolf Voderholzer teil. Schließlich weihte er ihre neue Kindertagesstätte ein.

Neben dem Oberhaupt der Diözese Regensburg spielten die Kleinen bei dieser Feier die Hauptrolle. Sie durften die Eucharistie in der Kirche St. Josef mit Fürbitten und Liedern stimmungsvoll begleiten und den anschließenden Festakt mit Blumenübergabe und Gedichten bereichern.

Pfarrei zahlt 372 000 Euro

Dabei konnten die Erzieherinnen und Eltern am Ende stolz auf den Nachwuchs sein, denn obwohl mancher Luftballon zu früh startete oder auch mittendrin ein bisschen leise geplaudert wurde, waren die Buben und Mädchen allesamt sehr brav und trugen ihre Texte mit Bravour vor. "Wir wohnen noch nicht lange hier, aber ich bin total erstaunt, wie sich die Vereine und alle Beteiligten bei diesem Fest engagieren", freute sich eine Mutter und Mitglied des Elternbeirats strahlend. Dank der Terminplanung - nämlich nicht die tatsächliche Eröffnung im vergangenen Herbst zum Anlass zu nehmen, sondern abzuwarten, bis der Sommer naht - spielte das Wetter ebenso strahlend mit.

Kirchenpfleger Alfred Schorner gab den Gästen in seiner Rede einen Blick in die Finanzierung der Einrichtung. Die geplante Summe von 1 537 000 Euro wurde nach seiner Auskunft um 200 000 Euro überschritten und letztlich durch den Freistaat mit 746 000 Euro gefördert. Von der Stadt kamen 428 000 Euro und von der Bischöflichen Finanzkammer Regensburg 191 000 Euro, so dass die Pfarrei Aschach-Raigering laut Schorner 372 000 Euro selbst aufbringen musste. Damit sei jetzt "die eigene Kasse leer".

Der Kirchenpfleger dankte in diesem Zusammenhang neben Spendern auch den Kirchensteuerzahlern. Ein "herzliches Vergelt's Gott" richtete er gleichermaßen an alle am Bau Beteiligten wie die Amberger Architekten Wolfgang Brummer und Erhard Retzer, an die Handwerksbetriebe, die fachliche Beratung der Caritas und nicht zuletzt die komplette Kindergartenbelegschaft.

OB redet kindgerecht kurz

Etliche Mitglieder des Stadtrats kamen ebenso zur Einweihung am Feiertag Christi Himmelfahrt wie Oberbürgermeister Michael Cerny. Er behielt die Ausdauer der eh schon vorbildlich geduldig wartenden Kinder im Auge und fasste sein Grußwort kurz. So konnte nach über zwei Stunden kirchlicher und offizieller Feier das Gebäude mit all seinen Räumen gesegnet werden. Natürlich machte das Bischof Rudolf "höchstpersönlich". Mit einem Fest samt Essen und Musik ging die Kindergarten-Einweihung dann zum gemütlichen Teil über, an dem die Dorfgemeinschaft ebenso zahlreich und gut gelaunt teilnahm.
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