Ortsverband will bessere Lösung für Eisberg
Sparkasse: Auch die CSU lässt nicht locker

Die Volks- und Raiffeisenbank betreibt an der Fleurystraße diese Filiale. Hier könnten auch Sparkassen-Kunden Geld abheben. Voraussetzung wäre, dass beide Kreditinstitute an dieser Stelle zusammenarbeiten. Bild: Huber
In der Diskussion um die Schließung der Sparkassenfiliale am Eisberg hat sich nach dem SPD-Ortsverein nun der CSU-Ortsverband zu Wort gemeldet. Auch er will den für Frühjahr angekündigten Rückzug nicht stillschweigend hinnehmen. Nachdem die Volks- und Raiffeisenbank schon vor Jahren die Zweigstelle in Eglseer Straße zugesperrt hatte, zieht nun die Sparkasse nach.

Kontakt mit Dieter Meier

Im Vorfeld ihrer Sitzung hatten die Verantwortlichen des Ortsverbands laut ihres Vorsitzenden Udo Hartmann bereits mit Dieter Meier, dem Vorstands-Chef der Sparkasse, Kontakt aufgenommen. Er habe daraufhin mitgeteilt, dass wirtschaftliche Gründe und die geänderten Kundenströme die Hauptargumente für diesen Schritt gewesen seien. Gerade die älteren Eisberg-Bewohner sind laut CSU aber die Leidtragenden.

Meier habe dem entgegengehalten, dass etwa 100 Frauen und Männer, rund 18 Prozent der Gesamtkunden, nicht mehr so mobil seien, dass sie die Bankfiliale selbst besuchen könnten. Die Statistik belege zudem, dass sich rund 60 Prozent der Kunden am Eisberg bereits Bargeld an anderen Geschäftsorten der Sparkasse besorgten. Diese Zahlen seien weiter im Steigen begriffen, hieß es laut einer Erklärung des CSU-Ortsverbandes.

Meier habe auch mitgeteilt, dass der öffentliche Auftrag der Sparkasse, die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld, aufgrund der verbleibenden sechs Geschäftsstellen mit insgesamt 14 Geldausgabeautomaten weiter erfüllt werde. Ortsvorsitzender Udo Hartmann will damit aber nicht leben. Trotz der seiner Meinung nach schlüssigen Argumentation des Sparkassen-Vorstands sollte neben der bereits vertraglich fixierten Geldausgabe im Getränkemarkt an der Eglseer Straße auch ein 24-Stunden-Service angeboten werden.

An der Fleurystraße

Stadträtin Gertraud Neiswirth geht noch einen Schritt weiter. Sie schlägt vor, mit der Volks- und Raiffeisenbank über eine gemeinsame Nutzung der Automaten an der Fleurystraße zu verhandeln. Diese sollten dann auch von Sparkassen-Kunden verwendet werden können.
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