Paragrafen helfen nicht
Angemerkt

Im Tierschutzgesetz steht im ersten Paragraf: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Das liest sich gut und ist ein hehres Ziel. Aber Paragrafen helfen den Tieren erst einmal gar nichts.

Es sind die Menschen, die diese Gesetze erfüllen - oder eben nicht. Im Fall des Hunde-Prüglers arbeiten die berühmten Mühlen der Justiz wohl viel zu langsam, wenn es nach den Zeugen geht, die diese Taten erlebten. Dem unbeteiligten Beobachter bleibt die Luft weg, wenn er das Video sieht, in dem ungeniert auf einen in der Hundehütte sitzenden Vierbeiner eingeschlagen wird. Nicht einmal, nicht zweimal, sondern sechsmal hintereinander.

2006 gab der Hundebesitzer vor Gericht sogar zu, ein Tier geschlagen zu haben - allerdings begründete er sein Vorgehen damit, dass der Hund eine Züchtigung verdient hätte, da er ihn kurz zuvor in die Hand gebissen habe. "Jagdhunde sind härtere Hunde vom Wesen her", sagte der Angeklagte damals und lud das Gericht ein, diese bei ihm daheim zu besichtigen. Das Verfahren wurde eingestellt. Der Hauptbelastungszeuge machte einen Rückzieher.

Bleibt nur zu hoffen, dass es diesmal eine neue Chance für die Tiere gibt, der rohen Gewalt zu entkommen. Und zwar bald.



Polizeibericht

Dieb wollte nicht in Socken zur Polizei

Amberg. (kan) Nicht funktioniert hat ein alter Trick, mit dem sich am Samstagnachmittag ein 38-Jähriger "kostenneutrale" neue Schuhe besorgen wollte. In einem Amberger Fachgeschäft schaute er sich nach neuer Fußbekleidung um. Als er ein Paar gefunden hatte, das ihm zusagte, zog er es an.

Seine gebrauchten Treter, zufälligerweise von derselben Sportartikelfirma hergestellt, legte der Mann in den Karton. Nach dem frechen Tausch wollte er den Laden mit den Neuerwerbungen verlassen.

Eines jedoch hatte der Dieb nicht bedacht: dass die elektronische Sicherung an der Eingangstür Alarm auslöst. Prompt beorderten die Angestellten den Täter wieder ins Schuhgeschäft zurück. Auf den 38-Jährigen kommen nun ein Verfahren und eine Geldstrafe zu. Seine alten Schuhe wollte der Mann "zuerst nicht mehr erkennen", heißt es im Polizeibericht. Er habe sie dann aber doch wieder "zurückgenommen, da er nicht mit Socken zur Polizeiinspektion gebracht werden wollte".
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