Park & Ride nicht am Abstellgleis

"Wir brauchen insgesamt ein Konzept für Park & Ride." Das sagt Oberbürgermeister Michael Cerny, der dieses Thema nicht aufs Abstellgleis geschoben hat. Im Jahresgespräch mit der AZ verriet er, dass die Stadt hinter den Kulissen an zwei Lösungen arbeitet.

Tatsächlich war dieser Wunsch für den Bahnhof zuletzt dem Blick der Öffentlichkeit etwas entglitten, nachdem er im Kommunalwahlkampf bei nahezu allen Parteien eine größere Rolle gespielt hatte. Doch sowohl mit dem benachbarten Auto- und Zweiradhausinhaber Peter Stadler sind laut Cerny erste Verhandlungen geführt, als auch bei der Bahn neue Gespräche über einen weiteren Grundstückskauf angeleiert worden.

Zuerst zu Letzterem: Ein Gleis samt Fläche auf dem ehemaligen Rangierbahnhof hat die Stadt bekanntlich bereits erworben. Sie überlegt jetzt nach Cerny, ein weiteres an der Ruoffstraße zu kaufen, um dort an praktisch idealer Stelle in kürzester Entfernung zum Bahnhof einen "echten" P&R-Parkplatz zu realisieren. Abhängig davon, ob das gelingt, wären dann wohl locker bis zu 80 Stellplätze möglich. 50 könnten schon bei nur einem Gleis geschaffen werden.

Dennoch will die Stadt nach Auskunft des OB damit jetzt noch nicht anfangen, sondern erst mal die Gespräche abwarten. Weil es wenig Sinn mache, jetzt ein "Provisorium" mit nur 50 Plätzen zu bauen, das hinterher wieder ergänzt werden müsse. "Außerdem gibt es die Vorgabe, was brauchen wir für einen Zaun, damit nichts rübergeworfen werden kann und keine fremden Personen auf die Gleise kommen", schilderte Cerny einen weiteren Hintergrund, "dadurch ist es schwierig - wenn du die größere Anzahl an Stellplätzen willst - zu sagen, ich bau mal den Zaun und mach das Provisorium. Weil dann der einzelne Stellplatz sehr teuer wird". Auch deshalb laufe nun "noch mal der Versuch, ob wir nicht auch das nächste Gleis kaufen können - wobei keiner weiß, ob's funktioniert".

"Für uns ist das eine zusätzliche Option zum Stadler", machte der OB deutlich und informierte, dass mit dem Auto- und Zweiradhausinhaber "schon gesprochen wurde". Stadler hatte, wie berichtet, angeboten, einen Teil des von ihm erworbenen ehemaligen Verladebahnhofs für Park & Ride zur Verfügung zu stellen. Cerny glaubt, hier schon Anfang des Jahres einen Schritt weiterzukommen, will aber auch das als Teil eines Gesamtkonzeptes sehen.
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