Parkdruck nehmen

Baureferent Markus Kühne (Dritter von links) erläuterte den Sozialdemokraten seine Ideen, die er für das Areal an der Marienstraße hat, um das Parkproblem in diesem Bereich in den Griff zu bekommen. Entlang der Gleise kann er sich ein weiteres Parkdeck vorstellen. Bild: Huber

Ein Parkhaus mit 800 bis 1000 Plätzen - das kann sich Baureferent Markus Kühne für das ehemalige Baumann-Areal an der Marienstraße, direkt an der Bahnlinie, vorstellen. Dieser SPD gefällt der Gedanke, schließlich könnte damit das Gelände an die Innenstadt angebunden werden.

Die SPD sei gekommen, um sich "kühne Pläne" erklären zu lassen, sagte die neue Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth und meinte damit jene, die Baureferent Markus Kühne für den Bereich Marienstraße und die Anbindung des Dienstleistungszentrum an die Altstadt entworfen hat. Ihre Fraktion teile die Idee, entlang des Bahngleises ein Parkhaus entstehen zu lassen. "Für uns hat das erste Priorität auf der To-do-Liste", betonte sie. Dann nämlich habe der tägliche "Endlos-Parkplatz-Such-Wahnsinn" ein Ende.

Fruth begrüßte es, dass durch die Pläne des Baureferenten "die Marienstraße näher an die Alstadt rangeholt wird". Die SPD finde diese Lösung toll und erstrebenswert. Stadträtin Hannelore Zapf warf ein, dass das von Kühne ins Spiel gebrachte Parkhaus vor allem für das Klinikum St. Marien sehr wichtig wäre. "Dort sind 1600 Beschäftigte, die sind wirklich arm dran, sie brauchen Parkplätze." Darin sah sie die alleroberste Priorität für das angedachte Objekt.

Kühne sah es ähnlich. "Wir müssen hier den Parkdruck rausnehmen", sagte er beim Ortstermin. Die Lösung, oberhalb des Klinikums ein Parkdeck zu realisieren, bezeichnete er als sehr schwierig. Als Hauptargument dagegen führte er ins Feld, dass dies die letzte optionale Erweiterungsfläche für das Klinikum sei. "Hier haben wir relativ günstigere Karten", meinte er. Kühne hatte der SPD-Fraktion Pläne mitgebracht. Darin eingezeichnet ist, wie zum Beispiel die Anbindung sein könnte, nämlich direkt als Abfahrt von der Regensburger Straße. "Somit brauchen wir nicht extra eine Erschließung", erklärte er. Kühne nannte eine "hohe dreistellige bis vierstellige Zahl" an Parkplätzen, die entstehen könnten. In Zahlen: 900 bis 1000 Stellplätze auf drei bis vier Etagen. Man könne abschnittsweise und je nach Bedarf vorgehen.

Hannelore Zapf erinnerte, dass an dieser Stelle einst Ambergs erstes Hochhaus stand - und zwar eines mit Aufzug. 1905/06 sei die beste Zeit der Firma Baumann gewesen. "Da arbeiteten hier 2500 Beschäftigte." Baumann sei Weltmarktführer gewesen, hatte sogar eine Niederlassung in New York. "Vielleicht kann man im Parkhaus etwas schaffen, was daran erinnert", regte Zapf an. Ihre Kollegen fanden das gut.(
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