Parkhaus für 1200 Autos

Wo jetzt noch Autos unter freiem Himmel parken, soll möglichst bald ein neues Parkhaus stehen. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, die rund 140 000 Euro teure Ausschreibung soll aber bald das Rathaus verlassen. Die Stadt sucht einen Investor und will dann entscheiden, ob sie ihm die 1200 Stellplätze überlässt, sie pachtet oder gar kauft. Bild: Steinbacher

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag, 27. Juli, zwar noch das letzte Wort. Doch die Zustimmung gilt als sicher: Amberg bekommt ein neues Parkhaus. Zwischen Marien- und Regensburgerstraße werden Stellflächen für insgesamt 1200 Autos geschaffen. Theoretisch ist sogar noch Platz für viel mehr.

Amberg. (tk) Im Schnelldurchgang erledigten die Mitglieder des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses gestern ein Thema, das allen Bewohnern und Beschäftigten rund um das Klinikum seit Jahren schwer im Magen liegt - der enorme Parkdruck.

Investor gesucht

Dass so schnell wie möglich gebaut werden soll, ist seit der Sitzung klar. Die Frage ist nur: Wer tut's? "Es gibt Investoren, die solche Parkhäuser auf eigene Kosten und auf eigene Rechnung betreiben", gab Oberbürgermeister Michael Cerny schon mal die Richtung vor. Soll heißen: Die Stadt selbst will nicht bauen, um Zeit, personelle Kapazitäten und Geld zu sparen. Der OB dazu wörtlich: "Wir wären von den Investitionen befreit, hätten auch sonst keine Kosten, dafür aber die Parkplätze." CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann geriet angesichts dieser günstigen Aussichten ins Schwärmen: "An dieser Stelle muss man der Verwaltung danken, dass das Thema jetzt so schnell Fahrt aufgenommen hat."

Drei Varianten

Denn sie hat laut Cerny drei Varianten ins Spiel erarbeitet. Nummer 1: Ein Generalunternehmer errichtet das Parkhaus und betreibt es ohne Beteiligung der Stadt nach eigenen Vorgaben und zu eigenen Preisen. Nummer 2: Der Investor baut und ist im Auftrag der Stadt als Betreiber tätig. Nummer 3: Ein externes Unternehmen sorgt für die Parkplätze, um alles andere kümmert sich eine Tochtergesellschaft. Cerny ließ offen, ob die Stadt das Gebäude pachten oder vielleicht sogar kaufen möchte. Es in fremde Hände zu geben scheide eher aus - einzige Ausnahme: Das Rathaus darf bei der Preisgestaltung mitreden. "Darüber müssen wir uns heute noch nicht unterhalten", gab Mußemann zu Protokoll und fand parteiübergreifende Zustimmung.

Ohne Einwände empfahl das Gremium dem Stadtrat, den Bau eines 1200 Plätze bietenden Parkhauses auf der Freifläche neben dem Mariendeck auszuschreiben. Mit der Option, in zwei weiteren Abschnitten um jeweils 400 Plätze aufstocken zu können. Für den Fall, dass weitere Stellflächen benötigt werden oder das bereits bestehende Marien-Deck eines Tages saniert werden muss.
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