Paul Fenzls Kommissar Köstlbacher ermittelt
Tatort Galerie

Der Regensburger Paul Fenzl pflegt einen eigenwilligen Wirtshaus-Stil. Dieser kam bei den Zuhörern am Schrannenplatz gut an. Bild: ads
Die Galerie Bilderbücher am Schrannenplatz wurde bei der Autorenlesung von Paul Fenzl zum Tatort für einen kleinen und feinen Krimiabend, der gewürzt war mit einer Prise hintergründiger und bissiger Satire - und das alles im eigenwilligen Wirtshaus-Stil des Autors. Zum Gelingen des Abends trug Charlie Misler an der Gitarre bei. Hausherrin Rosi Mayr ließ wissen, dass Paul Fenzl aus seinen Werken "Ausgebrannt - Kommissar Köstlbachers 7. Fall" und aus seinem Buch "Regensburg und überall - Satirische Kurzgeschichten" vorliest.

Fenzl selbst stellte sich als gebürtiger Tännesberger vor, der in früher Kindheit nach Regensburg umgesiedelt worden sei. Gegen Ende seiner Berufslaufbahn als Lehrer betätigte er sich nach eigenen Aussagen als spätberufener Schriftsteller. Nachdem er gesundheitsbedingt die Zucht seiner Island-Pferde aufgeben musste, widmete er sich verstärkt der Autorentätigkeit und war sehr aktiv.

Sieben Krimis mit Fällen des Regensburger Kommissars Köstlbacher sind seit 2011 entstanden: "Ich pflege beim Schreiben meinen ureigenen Stil, der die Leser in eine Art Wirtshausatmosphäre versetzt und direkt mit in das Geschehen hineinnimmt." Der Autor sagte auch, dass mit dem siebten Fall (Titel "Ausgebrannt") diese Krimireihe ende. Waffenhandel, Rechtsextremismus, Wirtschaftskriminalität und Mord seien die großen Themen des letzten Krimis, in denen immer wieder zur Dirndl-Couture der Modedesignerin Astrid Söll aus Regensburg Verbindungen auftauchen. Aus diesem Krimi gab Fenzl dann bei der Autorenlesung eine sehr lebendige Kostprobe in Oberpfälzer Mundart.

Nach der Pause stand dann das Alltagsgeschehen im Fokus der Betrachtungen, über das sich der Autor in seinem Buch "Regensburg und überall - Satirische Kurzgeschichten" Gedanken gemacht hat. Hintergründig, satirisch, bissig und trotzdem durchaus humorvoll kamen diese Kurzgeschichten daher. Die Fähigkeit des Autors, philosophisch bedeutendes Gedankengut im scheinbar Alltäglichen aufzuzeigen, kommt in diesem Buch besonders gut zum Tragen.
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