Pioniere in Sachen Ethik

Sie hat sich das Thema Ökologie auf die Fahnen geschrieben: Die Bundesvorsitzende der ÖDP, Gabriela Schimmer-Göresz. Am Dienstag besuchte sie die OTH. Bild: Huber

Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) genießt einen guten Ruf - besonders, wenn es um Innovationen in Sachen Nachhaltigkeit geht. Am Dienstag machte die Bundesvorsitzende der ÖDP Bekanntschaft mit dem Amberger Pioniergeist.

"Es wird höchste Eisenbahn, dass die Themen Ethik und Nachhaltigkeit zu Partnern von Bildung und Ausbildung werden", sagte Gabriela Schimmer-Göresz bei einem Gespräch mit OTH-Vizepräsidentin Andrea Klug. Dieser Themenkreis sei in der Wissenschaft viel zu lange vernachlässigt worden.

Öko-Kompetenzen

Mit Wohlwollen ließ sich die Politikerin aus Schwaben deswegen über die Gründung des Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft 2012 informieren. Die Hochschule biete ihren Studenten damit nicht nur eine fundierte fachwissenschaftliche Ausbildung, sondern vermittele auch Kompetenzen für den Umgang mit gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen, erklärte Klug. Menschenrechte, Arbeitsbeziehungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung stehen auf dem Lehrplan des Instituts.

Klug verwies dabei auch auf das 2010 gegründete Bündnis für Ethik und Nachhaltigkeit. Damals hätten das Kloster Ensdorf sowie dessen Zentrum für Erneuerbare Energien, das Kloster Plankstetten und die Hochschule eine Kooperation vereinbart, damit verantwortungsvoller Umgang mit der Schöpfung Eingang in Forschung und Lehre findet. Vor zwei Jahren schlossen sich die Klöster Strahlfeld und Speinshart dieser Initiative an.

Die ÖDP-Bundesvorsitzende bedauerte, dass der Staat die Nachhaltigkeitsforschung nicht stärker unterstützt. "In den nächsten Tagen wird so viel Geld verplempert", sagte sie mit Blick auf den G 7-Gipfel in Elmau. Der Steuerzahlerbund schätzt die Gesamtkosten für das Treffen der Staatenlenker auf bis zu 360 Millionen Euro. "Wenn dieses Geld nur in wichtigere Dinge investiert würde."

Raphael Lechner vom neuen Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versäumte es nicht, der Politikerin seine Einrichtung vorzustellen. Der Freistaat hat für die KWK-Forschung, die als Schlüsseltechnologie für die Energiewende gilt, in Amberg immerhin 5,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
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