Plädoyer für die Innenstadt
Angemerkt

Die Tage von Sport Braun sind gezählt. Wieder verschwindet dann eine Institution von der Bildfläche, einmal mehr reduziert sich die Zahl der Geschäfte, in denen der Chef oder die Chefin noch selbst berät. Die Kunden wissen diesen Service und das Fachwissen zu schätzen. Ausnahmslos. Nur: Diejenigen, die in dem Laden auch kaufen, werden immer weniger. Dafür steigt die Beliebtheit der Online-Händler.

Doch einen Vorteil hat der klassische Einzelhandel weiterhin. Zwar gibt es im Internet Kundenrezensionen, der Computer kann aber keine Fragen beantworten, das ausgebildete und erfahrene Personal vor Ort dagegen schon. Ein Beispiel: Der Kunde, der sich gestern bei Sport Braun neue Eishockeyschuhe kaufte, wusste nicht, dass die Stiefel vor dem Tragen tunlichst bei 60 Grad für etwa zehn Minuten in den Backofen müssen, um perfekt zu passen. Der Online-Handel weiß das kaum, Sport-Braun-Inhaber Werner Dobler dafür auf jeden Fall.

Das ist auch ein Beleg dafür, dass sich die Innenstadt zwar in einer bedenklichen Phase befindet, aber dennoch attraktiv ist. Die Beweise dafür gibt es zurzeit en masse: In den Restaurants und Cafés sind kaum Plätze frei, an den Kassen der Geschäfte bilden sich lange Schlangen und die Theatertiefgarage ist im Prinzip den ganzen Tag über voll. So soll es sein. Nur leider ist es nicht jeden Tag kurz vor Heiligabend.

thomas.kosarew@zeitung.org

Im Blickpunkt Ammerbachtal unter Schutz

Amberg. (upl) Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Weihnachtssitzung allen Naturfreunden ein Packerl unter den Christbaum gelegt. Einstimmig brachte das Gremium das neue Landschaftsschutzgebiet Ammerbachtal auf den Weg. "Das Gebiet bei Fuchsstein sollte wegen seiner Bedeutung für die Naherholung, den Naturhaushalt und das Landschaftsbild sowie wegen seiner ausgeprägten Strukturvielfalt neu ausgewiesen werden", hatte Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko zuvor zur Begründung vorgetragen.

In dem 183,2 Hektar großen Areal zwischen Lengenloh und Fuchsstein sollen künftig strenge Verbote gelten. Nach Abschluss des Verfahrens ist dort jegliche Bautätigkeit untersagt. Landwirtschaftliche Flächen dürfen in der Vegetations- und Vogelbrutzeit zwischen 1. März und 30. September nicht betreten werden. Wer seinen Hund frei herumlaufen lässt, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Der Betrieb des Segelflugplatzes ist allerdings uneingeschränkt gewährleistet.
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