Plastiktüte? Nein danke!

Das erste Plastiktüten-Kunstwerk von Azubi Fabian Helleder (Vierter von links) wurde bei der Eröffnung der Plakatausstellung unter anderem von Vertretern der Amberger Schulen, Umweltreferent Dr. Bernhard Mitko und Bürgermeisterin Brigitte Netta (Dritte von rechts) bewundert. Kreative Amberger sind aufgerufen, Kunstwerke mit Plastiktüten zu basteln. Bild: hfz

Sie raschelt, hält Regenwasser fern und ist gut zu tragen. Trotzdem könnte man auf ihre Existenz getrost verzichten: Mit der Ausstellung "Plastiktüte? Nein danke!" macht die Stadt Amberg auf die Europäische Woche der Abfallvermeidung aufmerksam.

Die allgegenwärtige Plastiktüte sei ein gutes Symbol für die Ex- und-hopp-Mentalität, findet Susanne Uschold von der Abfallberatung. Die Tüte werde im Durchschnitt 20 Minuten genutzt, bis sie im Abfalleimer landet. Nur eine von zehn werde recycelt. Diese Fakten präsentiert eine zwölfteilige Plakatserie des Umweltamtes Wiesbaden zum Thema "Plastiktüte? Nein danke!", die bis Freitag, 4. Dezember, zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung in der Stadtbibliothek zu sehen ist. Die Ausstellung thematisiert den modernen Tütenkonsum und zeigt Probleme und Lösungen auf. Zusätzlich liegen Flyer der Deutschen Umwelthilfe und des Verbandes kommunaler Unternehmen aus. Die Stadtbibliothek hat Literatur zum Thema zusammengestellt, zum Beispiel das Buch "Plastikfreie Zone" von Sandra Krautwaschl.

Kreativ mit Tüte

Bürgermeisterin Brigitte Netta, Umweltreferent Dr. Bernhard Mitko, Bibliotheksleiterin Bettina Weisheit, Elisabeth Keck (Leiterin Amt für Ordnung und Umwelt), Matthias Seuffert (Leiter Sachgebiet Umwelt) und Susanne Uschold (Abfallberatung) eröffneten. Besucher erhalten, so lange der Vorrat reicht, eine Stofftasche mit dem Müllmaskottchen Freddy. Um die Bevölkerung aktiv in die Ausstellung einzubinden und so eine stärkere Identifikation mit dem Thema zu erzeugen, hat sich die Abfallberatung einen Wettbewerb ausgedacht.

Alle Amberger sind aufgerufen, mit alten Plastiktüten zu basteln und die fertigen Arbeiten bei der Abfallberatung (Herrnstraße 1-3, 2. OG, Zimmer 220) einzureichen. Spätester Abgabetermin ist Montag, 1. Februar. Besonders gelungene Objekte werden ausgestellt und mit Eintrittskarten prämiert.

Ein Beispiel, wie so etwas aussehen könnte, hat Auszubildender Fabian Helleder angefertigt. Sein Kunstwerk kann in der Stadtbibliothek bewundert werden. Die Stadt Amberg veranstaltet außerdem Verschenkmärkte. In beiden Wertstoffhöfen in Neumühle und Gailoh können gut erhaltene, noch gebrauchsfähige Gegenstände wie Bücher, Kleinmöbel, Geschirr, Fahrräder und Ähnliches kostenlos abgegeben werden.

Alte Sachen abgeben

Die gesammelten Sachen werden gegen einen geringen Obolus an Dritte weitergegeben. Während der Aktionswoche erfolgt die Abgabe kostenlos. Pro Person werden nicht mehr als fünf Gegenstände - Ausnahme sind Bücher und Geschirr - angenommen.
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