Platz zwei ist schon mal sicher

Die Spieler des FC Amberg bedanken sich bei ihren Fans für die Unterstützung und feiern mit ihnen den 4:0-Sieg gegen Neudrossenfeld. Bild: Ziegler

Die erhoffte Schützenhilfe bleibt aus. Doch die Niederlage der SpVgg SV Weiden gegen Spitzenreiter Viktoria Aschaffenburg hat für den FC Amberg auch etwas Gutes.

Ohne Mühe und äußerst souverän meisterte der FC Amberg die Pflichthürde gegen den TSV Neudrossenfeld. Die Elf von Trainer Timo Rost gewann mit 4:0 und steht durch die zeitgleiche 3:4-Niederlage der SpVgg SV Weiden in der Fußball-Bayernliga Nord am Ende der Saison mindestens auf Platz zwei und damit in der Relegation. "Mit einer Top-Leistung haben wir den zweiten Platz jetzt fix gemacht. Und die Art und Weise heute war richtig stark", freute sich Rost über den nie gefährdeten Sieg gegen den Vorletzten.

Wiedmann bricht den Bann

Dabei schonte der FC-Trainer einige Stammkräfte: Julian Ceesay, Sven Seitz und Tobias Wiesner nahmen erst mal auf der Bank Platz, dafür rückten Michael Dietl, Benjamin Werner und Sebastian Hauck in die Startformation. Nach einer kurzen Abtastphase begann der Amberger Sturmlauf mit der ersten Chance von Christian Knorr (8.), sein Schuss ging allerdings über das Tor. Ein paar Minuten später zappelte der Ball aber im Netz. Nach einem weiten Einwurf von Andreas Graml verpassten Freund und Feind, Marco Wiedmann sah eine Lücke, stieß durch und hämmerte den Ball zum 1:0 ins Tor (16.). Damit war der Bann gebrochen und der FC spielte sich etliche Chancen heraus: Knorr (22.) verzog aber ebenso wie Benjamin Werner (26.), Graml traf nur die Latte.

Noch in der ersten Hälfte entschied Wiedmann das Spiel aber frühzeitig, als er nach einem Foul an Werner im Strafraum den Elfmeter eiskalt verwandelte (35.). Christian Knorr hätte das 3:0 nachlegen können, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Gästetorhüter Tobias Grüner (37.). Die zweite Hälfte lief dann gerade mal vier Minuten, als Michael Dietl nach einem katastrophalen Querpass von TSV-Verteidiger Frank Zapf alleine aufs Gästetor zulief, Grüner umkurvte und zum 3:0 einschob.

Nur drei Minuten später zeigte sich, dass es einfach nicht der Tag von Christian Knorr werden sollte: Er brachte das Kunststück fertig, den Ball aus drei Metern freistehend nicht im leeren Tor unterzubringen. Kurz danach hatten die Gäste ihre beste Chance, als Perparim Gashi einen Freistoß an den Pfosten setzte (55.). Für den Schlussakkord sorgte Oliver Gorgiev in der 78. Minute, als er eine Flanke von Sebastian Hauck zum 4:0 einnetzte. Viel souveräner hätte der FC vor allem in der zweiten Hälfte das Spiel nicht herunterspielen können, ließ Ball und Gegner laufen und holte sich so letztlich den sicheren Relegationsplatz - mindestens. Denn selbst bei drei Punkten Vorsprung und noch einem Spiel weniger von Aschaffenburg möchte Rost Platz eins nicht aufgeben: "Wir wollen in den letzten zwei Spielen weiter Druck machen. Manchmal gibt es im Fußball ja kleine Überraschungen." Dafür müsste Aschaffenburg in den verbleibenden drei Partien (Frohnlach, Haibach und Ammerthal) aber zweimal verlieren und der FC seine beiden Spiele gegen Ansbach und Haibach gewinnen.

Ein kleines Manko

Falls es für den FC aber dennoch "nur" die Relegation werden sollte, gibt es noch ein kleines Manko abzustellen: Die Chancenverwertung. Allein Knorr hätte Neudrossenfeld am allein abschießen können. Doch auch das scheint nicht ganz so tragisch: "Er hat zu mir gesagt: In der Relegation macht er die Dinger dann", feixte Rost. Gute Laune also beim FC - warum auch nicht? Platz zwei ist sicher, jetzt geht es nur noch darum, ob man sich (mit Schützenhilfe) die Krone selbst aufsetzt, oder die Saison noch etwas verlängert.
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