Polizei in Dänemark nimmt Tatverdächtigen fest - Beutezug auf der Raigeringer Höhe
Einbruchsserie geklärt: 25-Jähriger in Haft

Die Einbruchsserie schreckte im vergangenen Sommer die Hausbesitzer auf der Raigeringer Höhe auf - jetzt sitzt der mutmaßliche Täter in Haft. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz am Dienstagnachmittag mitteilte, sei der 25-jährige Mann aus Litauen, der als Haupttäter infrage kommt, bereits Mitte Januar in Dänemark festgenommen worden. Nunmehr erfolgte seine Auslieferung nach Deutschland.

16 Gartenhäuser

Die Diebestour in der Nacht auf 11. Juli vergangenen Jahres fiel genau in die Präventionswoche der Polizei zum Schutz vor Einbruchsdiebstahl. Just an dem Tag, als Beamte im Dreifaltigkeitsviertel von Haus zu Haus gingen, um die Eigentümer vor ungebetenen Besuchern zu warnen, schlugen die Einbrecher auf der Raigeringer Höhe zu. In der Nacht drangen mehrere Männer in insgesamt 16 offenstehende Gartenhäuser, unversperrte Garagen sowie ein nicht abgeschlossenes Auto ein. Ihre Beute: Fahrräder, Garten- und Elektrogeräte sowie ein mobiles Navigationsgerät. Der Wert des Diebesgutes betrug rund 5000 Euro. Zeugen beobachteten, wie die Männer die Gegenstände am Straßenrand lagerten und in einem Lieferwagen verstauten. "Eine sofort eingeleitete Fahndung, in die mehrere Streifenfahrzeuge eingebunden waren, verlief damals negativ", berichtete Polizeisprecher Stefan Hartl am Dienstag.

Beamte der Amberger Kriminalpolizei sicherten an einem zurückgelassenen Benzinkanister und einem Werkzeugkoffer DNA-Spuren der Täter. Diese Spuren konnten später einem Mann zugeordnet werden, der bereits des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Unter anderem gehörte er zu der Gruppe von sieben Männern, die ein halbes Jahr zuvor in Schwandorf versucht hatten, bei einem Autohändler einen Reifencontainer mittels eines Schneidbrenners zu öffnen. Die Täter verursachten bei diesem Unterfangen einen Schaden von rund 9000 Euro. "Gegen diesen Personenkreis wurde auch wegen eines Dieseldiebstahls in Schmidgaden ermittelt. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurden sie damals wieder entlassen", erklärte Hartl.

Bei einem Spurenabgleich stellte sich heraus, dass die DNA an den beiden in Amberg zurückgelassenen Gegenständen zu einem der Männer passt, die in Schwandorf und Schmidgaden aktiv geworden waren. Die Polizei wusste nun: Es handelt sich um einen 25-jährigen Litauer. Aufgrund dieser Erkenntnisse erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Haftbefehl gegen den Mann. Da dessen des Mannes jedoch unbekannt war, wurde er europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Am 16. Januar klickten dann die Handschellen. Bei einer Kontrolle in Dänemark nahm die Polizei den 25-Jährigen fest. Mittlerweile ist er an Deutschland ausgeliefert und sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt ein. "Zu seinen Mittätern schweigt er sich bislang aus", teilte Hartl mit.

Schon 2013 aktiv

Der Litauer hat anscheinend noch mehr auf dem Kerbholz: Die Kriminalpolizei macht den Mann für drei weitere Wohnungseinbrüche, drei Auto-Aufbrüche und zwei Einbrüche in Geräteschuppen in einigen Nächten im Jahr 2013 im Raum Oberviechtach mitverantwortlich. Damals erbeuteten die Täter Diebesgut im Wert von 6000 Euro und richteten einen Schaden von 1000 Euro an.
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