Polizei informiert Veranstalter von Festen
Nicht alles ist Spaß

Wer ein öffentliches Fest veranstaltet, rechnet meist nicht mit den zahlreichen Fallstricken die dabei an allen Ecken und Enden lauern. Die Polizei hat sich nun im Jugendzentrum dieser Thematik angenommen und unter dem Titel "Alles was Recht ist" einen Vortrag für Kirwa-Verantwortliche und Festveranstalter angeboten.

Rund 50 Zuhörer fanden sich dazu ein und wurden von der Stadtjugendpflegerin Katrin Cislaghi und den beiden Präventionsbeamten Rudolf Hollweck und Hans Hiltl informiert. Mit einem Quiz zeigten die Beamten lebensnahe Probleme für den Veranstalter von Sommerfesten und Kirchweihen und seine Mitstreiter auf. Zusammen wurden Lösungen gesucht oder an die Hand gegeben. Schwerpunkt dabei war das Jugendschutzgesetz, aber auch das Bürgerliche Gesetzbuch kam zu seinem Recht.

Praxisnahe Beispiele von der Abweisung von Betrunkenen über die Taschenkontrolle am Einlass, die Wegnahme alkoholischer Getränke bei Minderjährigen, die Ausübung des Hausrechts bis zum Festnahmerecht für jedermann wurden angesprochen und Handlungsempfehlungen für den reibungslosen Ablauf eines Festes gegeben.

Ansägen geht gar nicht

Nicht alles, was im Namen des Brauchtums geschieht, wird als Spaß angesehen. Bei manchen "Spielchen" sei man schnell im Bereich einer Straftat, so die Polizeibeamten. Als Beispiel nannten sie das Ansägen der Schwalben, der Stützen, die zum Aufstellen des Kirwabaums benötigt werden. Oder auch das Umsägen von Kirwa- und Maibäumen. Oft werde der Ernst der Lage zu spät erkannt.

Eine durchweg positive Entwicklung könne im Bereich des Barbetriebs festgestellt werden. Die Veranstalter seien sich ihrer Pflicht zum Jugendschutz bewusst und setzten auf verschiedenfarbige Bändchen als Erkennungszeichen und Zutrittskontrollen zum Bereich, in dem Hochprozentiges ausgeschenkt werde. Mittlerweile fungiere eine Vielzahl von Teilnehmern als Multiplikatoren, die diese Veranstaltung besucht hätten und nun das gewonnene Wissen an andere im Verein weitergeben.
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