Polizei nimmt Stellung zum tragischen Tod eines 51-jährigen Mannes
Spekulationen ohne Ende

Um den Tod eines 51-Jährigen aus dem Landkreis ranken sich seit Tagen viele Gerüchte. Mancher ging sogar so weit, der Polizei eine gewisse Mitschuld an dem tragischen Geschehen zu unterstellen. Am Mittwoch betonte Präsidiumssprecher Michael Rebele auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es sich um einen Suizid gehandelt habe. Keinem Polizeibeamten könne ein Vorwurf gemacht werden.

Die Inspektion in Sulzbach-Rosenberg hatte laut Rebele am vergangenen Samstag kurz vor 10 Uhr von einem merkwürdigen Vorfall im Bereich Poppenricht erfahren. Ein Autofahrer habe dort plötzlich auf der Straße angehalten. Er sei dann ausgestiegen und zu einem nachfolgenden Wagen gegangen, den eine Frau steuerte. Der Mann habe sie beleidigt und darüber hinaus noch gegen die Autoscheibe geschlagen. Anschließend setzte er sich wieder in seinen Pkw und fuhr davon.

Es handelte sich nach Rebeles Worten um den 51-Jährigen. Als die Fahndung nach ihm lief, habe eine Streife in der Sulzbacher Straße auf dem Luitpoldhütten-Parkplatz das Auto des Mannes stehen sehen - gegen 10.10 Uhr. Nach Darstellung von Polizeisprecher Rebele war das Fahrzeug nicht versperrt.

Der Motor lief, der Schlüssel steckte im Zündschloss, Radio und Navigationsgerät waren eingeschaltet. Auffällig gewesen sei außerdem, dass der rechte Hinterreifen links neben dem Pkw lag. Der Fahrer, das hielten die Streifenbeamten später in ihrem Protokoll fest, war verschwunden. Zwei Joggerinnen, die zufällig des Weges kamen, hätten berichtet, eine Person auf den Gleisen der Bahnlinie gesehen zu haben.

Wie Rebele weiter schilderte, trafen kurz darauf noch zwei Beamte bei dem verlassenen Auto ein. Sie hätten die Leiche des Landkreisbewohners dann im Bereich der Schienen entdeckt. Rebele zufolge hatte sich der 51-Jährige vor einen in Richtung Nürnberg fahrenden Regionalzug geworfen und war von ihm überrollt worden.
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