Polizei schlägt Scheiben ein und befreit den Einjährigen
Kind im überhitzten Auto zurückgelassen

(kan) Polizeisprecher Peter Krämer schien am Tag danach ebenfalls ganz froh darüber zu sein, dass diese Sache noch einmal ein glückliches Ende genommen hat. "Durch das beherzte Einschreiten der Beamten, brauchte der einjährige Bub nicht in ärztliche Behandlung gebracht werden", hielt er in seinem Pressebericht fest. Die 40-jährige Mutter hatte ihren Sohn im Auto zurückgelassen - und das stand in der prallen Sonne.

Es war am Montag kurz nach 16 Uhr gewesen, als die Amberger Polizei über die Einsatzzentrale die Mitteilung erreichte, dass in einem Pkw mit geschlossenen Scheiben schon seit fast 20 Minuten ein Kind sitzt und schreit.

Hochroter Kopf

Als die Beamten auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes am Rammertshofer Weg eintrafen, zeigte ihnen die 28-jährige Frau, die den Vorfall gemeldet hatte, einen Sportwagen der Marke Audi. Der Bub befand sich im Kindersitz - "mit hochrotem Kopf", so Peter Krämer. Kein Wunder, brannte doch die Sonne auf das Fahrzeug herab.

Doch wo war der Fahrer? Nachdem Versuche, ihn in den umliegenden Geschäften ausfindig zu machen, fehlgeschlagen waren, "mussten die Polizeibeamten unverzüglich handeln", verdeutlichte Krämer den Ernst der Lage. Zuerst wurde die linke Seitenscheibe und danach, weil sich die Autotür nicht öffnen ließ, die Heckscheibe eingeschlagen. Somit war der Kleine in dem Audi wieder mit Frischluft versorgt.

Über die spätere Reaktion der Mutter zeigte sich Krämer verwundert: "Als kurz darauf die 40-Jährige zum Fahrzeug zurückkam und die Situation registrierte, zeigte sie sich mit der polizeilichen Maßnahme gar nicht einverstanden und kündigte rechtliche Konsequenzen an." Mit diesen müsse die Frau aber selbst rechnen: Denn gegen sie laufen jetzt Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung. "Das Jugendamt wird ebenfalls informiert", ergänzte Polizeisprecher Krämer.
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