"Positive familiäre Gründe"

Kollektives Warten auf die Winterpause: Der Neukirchener Spielertrainer und Torjäger David Hendrych (Zweiter von links) muss noch am 22. November im Nachholspiel in Ebermannsdorf ran, während seine Fußballerkollegen vom 1. FC Rieden Marco Honig (links), Daniel Wein (Zweiter von rechts) und Torhüter Alexander Feigl (rechts hinten) nach diesem Wochenende schon freihaben. Bild: Ziegler

Den Tabellenvierten trennen in der Kreisklasse Süd vom Zwölften nur sechs Punkte. Nach oben ist da nicht mehr viel zu holen, aber der unbeliebte und ominöse Rang zwölf, der die Abstiegsrelegation bedeutet, ist heftig umstritten. Und: Markus Bäumler hört in der Winterpause als Trainer beim 1. FC Schlicht auf.

Aus "positiven familiären Gründen", wie er sagt, denn Bäumler sieht Vaterfreuden entgegen und kann deshalb die Zeit nicht mehr aufbringen, die für ein Training nötig wäre. Marek Vit, der andere Teil des Schlichter Trainerduos, macht dann alleine weiter. Nach den beiden letzten Sportgerichturteilen ist die Kreisklasse Süd bis auf zwei Nachholspiele im Soll, und das Gros der Mannschaften kann vermutlich nach diesem Spieltag in die Winterpause gehen. Im einzigen Samstagsmatch erwartet der FC Weiden-Ost II den TuS Rosenberg II. Beide haben 20 Punkte eingesammelt, aber durch die Ausgeglichenheit der Liga alles andere als ein sanftes Ruhekissen.

Tabellenführer FC Neukirchen erwartet die TSG Weiherhammer, die Gäste starten als Außenseiter beim "kleinen FCN". Der Aufsteiger will seine glänzende Ausgangsposition untermauern und auch Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage nehmen, neben der Niederlage bei der DJK Ammerthal II das einzige Match, in dem der FC Neukirchen auf fremdem Terrain nicht als Sieger vom Platz ging.

Ein klein wenig den Anschluss zum Platz an der Sonne hat der FC Rieden durch seine Niederlage beim SV Illschwang/Schwend verloren. Da nun auch der FC Schlicht wieder bis auf vier Punkte herangerückt ist, wollen die Jungs von Trainer Hauer gegen Germania Amberg II noch einmal Nägel mit Köpfen machen und aus einer starken Position in die Restsaison gehen. Der Neuling aus Amberg nistet auf dem vorletzten Platz und braucht dringend Punkte, um sich gegen den Abstieg zu stemmen.

Auf den dritten Platz kehrte der FC Schlicht durch seinen Sportgerichts-Sieg zurück. Die Jungs vom Rennweg erwarten den SV Kauerhof, der zusammen mit der SpVgg Ebermannsdorf die weitere Verfolgermeute anführt. Wenn sich die Hausherren noch einmal so richtig ins Gespräch um die aufstiegsrelevanten Plätze bringen wollen, dürfen sie gegen die spielfreudigen Schwarz-Gelben keine Gastgeschenke verteilen.

Der SV Illschwang/Schwend hatte bereits zu Saisonbeginn den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben, daran feilt die SG und nach zähem Beginn ist sie auch auf einem guten Weg dahin. Die letzten Resultate brachten die Truppe von Trainer Jürgen Waninger in die richtige Richtung, denn von den letzten sieben Partien wurde nur das Match beim FC Neukirchen abgeben. "Für uns kommt die Winterpause zur Unzeit", so der Trainer, "denn wir kommen langsam ins Rollen." Nach einer durchwachsenen Vorbereitung, an der einige Akteure kaum mitwirken konnten, hat sich der SV Illschwang/Schwend aus der brandgefährlichen Region entfernt. "Der Zusammenhalt ist für uns ein Pluspunkt, ebenso natürlich auch unsere Fans, die super mitgehen und für eine besondere Atmosphäre sorgen." In der Tat ist das Team zu Hause eine kleine Macht, "auswärts haben wir dagegen noch nichts geputzt und kein Spiel gewinnen können", erklärt sich der Übungsleiter. Beim Tabellenvierten, der SpVgg Ebermannsdorf, wartet auf die Waninger-Elf eine sehr heikle Aufgabe, "aber vielleicht schaffen wir es, einen Punkt mitzunehmen, denn 21 Pluspunkte zur Pause wären toll."

Der SV Hahnbach II empfängt den SV Köfering, der einen Dreier weniger auf der Habenseite hat. Die Gastgeber dürften kleine Vorteile haben, aber an einem guten Tag kann in dieser Liga (fast) Jeder Jeden schlagen .

Wenigstens mit einem Heimsieg möchte die DJK Ammerthal II eine bisher etwas verkorkste Saison aufhellen - dazu könnte der Tabellenletzte aus Etzelwang gerade recht kommen. Allerdings müssen eigentlich auch die Gäste punkten, denn mit jeder Niederlage entschweben auch die ohnehin geringen Hoffnungen auf einen Verbleib in der Kreisklasse Süd.
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