Postweiher-Anwohner lehnen Feuerstellen bei Speckmannshof ab - Offener Brief an OB Cerny und ...
Gegen "Kollektivfeiern" am Grillplatz

Rolf Wilms (Bild) und die "überwältigende Mehrheit der Anwohner" in der Neubausiedlung am Postweiher lehnen den Bau von zwei Grillplätzen für bis zu 30 Personen bei Speckmannshof kategorisch ab. Bild: Steinbacher
Bürger der Neubausiedlung am Postweiher machen mobil gegen die Pläne der Stadt, am Ortsausgang von Speckmannshof zwei Grillplätze für die Allgemeinheit zu schaffen. Sie haben einen offenen Brief unter anderem an Oberbürgermeister Michael Cerny und die Stadträte geschrieben, unterzeichnet von Rolf Wilms. Darin äußern sie die Befürchtung, die Feuerstellen für bis zu 30 Personen würden die Wohnqualität "negativ verändern".

Müll und Scherben

Der Bau von Grillplätzen "wurde und wird unverändert von der überwältigenden Mehrheit der Anwohner sehr kritisch gesehen und kategorisch abgelehnt. Dies wird durch eine Unterschriftensammlung belegt", heißt es in dem Schreiben.

Als Negativbeispiel führen Wilms und seine Mitstreiter die Anlage an der Bayernwerkstraße ins Feld. Wer sich die genauer anschaue, "findet dort Müll, Exkremente, Scherben, ungepflegte Feuerstellen und Sitzgelegenheiten vor". "Wer an diesem Ort grillt, gehört sicher nicht zu den Gruppen der Amberger Gesellschaft, für die der Stadtrat die Grillplätze in Speckmannshof bauen lassen will", merkt Wilms an.

"Glaubt denn jemand im Stadtrat wirklich, Grillplätze in der Peripherie der Stadt Amberg, die leicht mit dem Auto zu erreichen sind, könnten ohne großen Aufwand und Kosten sauber gehalten werden?", fragt sich der Verfasser des offenen Briefes. "Grillen, chillen, Party feiern" in Speckmannshof könnte aus seiner Sicht schnell zur "ärgerlichen Realität für die Allgemeinheit" werden. Die Zeche bezahle dann in Form von hohen Reinigungskosten die Stadt und damit der Steuerzahler.

"Einen Parkplatz mit Infostand und Grillplätzen einfach in die Landschaft zu setzen, ohne dass man sich kritisch mit den negativen Folgen auseinandergesetzt hat, ist kein Konzept, sondern reiner Aktionismus. Es geht auch anders." Die Postweiher-Leute verweisen auf den Naturpark Schönbuch zwischen Tübingen, Herrenberg und Böblingen. In ihm seien 40 Feuerstellen naturschonend integriert. Sie könnten nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden. Lebensmittel und Getränke müssten im Rucksack oder in Taschen transportiert werden. "Auf diese Weise werden anfallende Abfallmengen begrenzt. Papier, Flaschen, Grillreste werden von der Besuchern in der Regel wieder mitgenommen."

Alternativen vorgeschlagen

Ähnliche kleine, "umweltschonende" Feuerstellen könnte sich Wilms auf der Panzerplatte, am Ammerbach, oberhalb der Felsformation Kreuzstein oder an geeigneteren Orten in deren Nähe vorstellen, die jetzt noch als "wilde Grillplätze" gebrandmarkt würden. Auch auf dem früheren Gartenschau-Gelände oder an der Kräuterwiese ließen sich passende Flächen finden, die allemal besser seien "als die geplante Groß-Grillanlage für Kollektivfeiern am Ortsrand von Speckmannshof".
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