Pott ohne Priorität

In der vergangenen Pokalsaison hielt die Abwehr des SV Sorghof (Bild) im Finale gegen die DJK Utzenhofen stand, der Angriff sicherte mit zwei Toren den Titelgewinn auf Kreisebene. Bild: brü

In den ersten Runden nehmen die meisten Vereine den Toto-Pokal nicht besonders ernst, sondern betrachten ihn als willkommene Vorbereitung auf die neue Saison. Heute stehen sieben Spiele des Achtelfinales auf dem Programm - aber nicht alle wollen unbedingt weiterkommen.

Denn bei einigen Vereinen wie beim SV Etzelwang und Inter Bergsteig Amberg hat die Liga oberste Priorität - Klassenerhalt und Spitzenposition verteidigen heißt hier die Devise.

Mit Sorghof und Ensdorf treten zwei Bezirksligisten an, die naturgemäß die Favoritenrolle inne haben.

Das achte Spiel des Pokals geht erst in einer Woche über die Bühne, wenn am Mittwoch, 26. August, der Kreisligist SV Raigering den Bezirksligisten SV Freudenberg erwartet.

Das Viertelfinale des Kreispokals Amberg/Weiden ist für Mittwoch, 9. September, terminiert, das Halbfinale am 26. März 2016 (Karsamstag) und das Finale am Donnerstag, 5. Mai (Christi Himmelfahrt).

Inter Amberg       DJK Ensdorf
Das Pokalspiel gegen Ensdorf bedeutet für den SV Inter Bergsteig die zweite englische Woche in Folge. Das ist kräftezehrend. Die DJK Ensdorf kommt als Tabellenführer der Bezirksliga Nord. 21 geschossene Tore in vier Ligaspielen sprechen für sich. Natürlich ist aber auch für die DJK eine englische Woche erstmal zu kompensieren, da das Sonntagsspiel gegen Kulmain auch schon wieder in den Köpfen steckt. Inter Bergsteig, derzeit an der Tabellenspitze der Kreisliga Süd, wird so gut es geht dagegen halten.

Allerdings fehlen Schärtl, Becker und Wittl. Zudem sind einige Akteure angeschlagen, und am Samstag steht ein weiteres wichtiges Spiel in der Kreisliga an. Kubik, der in der Liga gesperrt ist, darf laut neuer Regelung im Toto-Pokal spielen. Die Priorität liegt bei beiden Mannschaften auf den Liga-Spielen.

TuS Kastl       SV 08 Auerbach
(hon) Die Gäste aus Auerbach stehen in der Kreisliga Nord derzeit ohne Punktverlust auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Kastler schauen momentan von Spiel zu Spiel. Die Mennersberg-Elf präsentiert sich den Fans erneut durch Verletzungen und urlaubsbedingt mit einer veränderten Mannschaft. Trotz der permanenten Umstellungen in der Mannschaft zeigte die Formkurve der Kastler leicht nach oben. So gewann der TuS am Wochenende gegen Paulsdorf durch eine starke Mannschaftleistung zu Hause - wenn auch knapp - mit 3:2.

Für die Pokal-Partie gegen Auerbach wird Coach Thomas Mayer den Kader wieder ziemlich durchmischen und auch Spielern der zweiten Mannschaft eine Chance geben. Bei den Gästen um den in Kastl bekannten Trainer Marko Scholz und Spieler Kevin Hudert läuft es diese Saison recht gut. Das Team der Auerbacher ist mit vier Siegen in die neue Saison gestartet. Im Pokal schalteten die Auerbacher mit Königstein und Ursensollen zwei Kreisligisten aus dem Süden aus. Die Gäste zeichnen sich durch eine gute Defensive und ein starkes Mittelfeld aus.

Germania Amberg       SV Sorghof
(tre) Der Tabellensechste der Bezirksliga greift erstmals in diesem Spieljahr in den Wettbewerb ein. Am vergangenen Wochenende schossen sich die Sorghofer in der Punkterunde schon mal warm. Beim Tabellenletzten Luhe-Wildenau war man mit 6:0 siegreich. Gastgeber Germania war im Totopokal schon zweimal im Einsatz und besiegte dabei die Sportfreunde Ursulapoppenricht klar und beim FSV Gärbershof gelang ein knapper Erfolg. Ungleich schwerer dürfte die heutige Aufgabe werden, zumal es derzeit mit dem Toreschießen etwas hapert. In der Kreisliga ist man zwar noch ungeschlagen, zuletzt aber gelangen in vier Partien nur Punkteteilungen. Nichts desto trotz will sich die Truppe von Trainer Ficarra Selbstvertrauen holen für die kommenden Aufgaben. Favorit ist eindeutig der Gast, aber Überraschungen hat der Pokal bekanntermaßen immer bereit.

SV Etzelwang       SVL Traßlberg
(csk) Der Saisonstart ist ordentlich misslungen - mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen in der Kreisklasse Süd belegt der SV Etzelwang mittlerweile den letzten Platz. Das hatten sich die Mannen um Trainer Florian Zippe natürlich anders vorgestellt. Heute wartet mit dem SVL Traßlberg in der zweiten Runde des Toto-Pokals ein Gegner aus der Kreisliga. Die Etzelwanger plagen seit Wochen erhebliche Personalsorgen, deswegen habe man gegen Traßlberg nichts zu verlieren, so SVE-Coach Zippe. Zudem sei ein Weiterkommen im Pokal nicht die erste Priorität. Vielmehr sieht man in Etzelwang dieses Spiel als eine Möglichkeit, sich taktisch und mental neu aufzustellen und das ein oder andere auszuprobieren. Eine gute Trainingseinheit also, um auf Wettkampfniveau Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln, damit in Etzelwang die rote Laterne bald wieder ausgeht.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.