Präzision von 99,99 Prozent

Wirtschaftspolitiker der CSU bei der Werksführung durch die Simatic-Produktionsanlagen (von links): Karl Holmeier, Werksleiter Prof. Dr. Karl-Heinz Büttner, OB Michael Cerny, Barbara Lanzinger, Dieter Mußemann (Production Engineering) und Hansjörg Durz. Bild: hfz

Das Amberger Siemens-Werk gilt innerhalb des Konzerns als Innovationsmotor. Davon konnte sich jetzt auch Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger überzeugen. Die lud gleich die Bundeskanzlerin ein, sich das mal anzusehen.

Barbara Lanzinger hat gemeinsam mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe, Karl Holmeier, und ihrem CSU-Kollegen aus dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages, Hansjörg Durz, das Siemens-Elektronikwerk in Amberg besucht.

Laut Pressemitteilung sagte Lanzinger: "Mit dem Siemens-Elektronikwerk in Amberg sind wir in der Oberpfalz der weltweiten Konkurrenz um zehn Jahre voraus. Viele wissen gar nicht, dass in Amberg die Wiege für die Industrie 4.0 liegt." Das Elektronikwerk von Siemens gelte mit seiner intelligenten Hightech-Fabrik als beste Fabrik Europas und sei als Trendsetter ausgezeichnet worden.

Mit der Simatic-Fertigung gehe Siemens neue technologische Wege: Alle physischen Vorgänge würden auch in einem digitalen Programm - einer "Fabrik aus Daten" - abgebildet. Von jeder Leiterplatte ist laut Pressemitteilung bekannt, mit welcher Temperatur sie gelötet wurde, von jedem Bauteil sind Alter und Herkunft aufgezeichnet.

50 Millionen Datensätze

Erfasst wird sogar der Drehwinkel jeder verarbeiteten Schraube. Auf diese Art und Weise werden täglich 50 Millionen Datensätze generiert. Die Produktion am Siemens-Standort Amberg sei weltweiter Vorreiter des Industriezeitalters 4.0.

Werksleiter Prof. Dr. Karl-Heinz Büttner ließ es sich nicht nehmen, die Bundestagsabgeordneten persönlich durch das Werk zu führen. Am Standort Amberg verarbeiten seiner Auskunft nach 1000 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von 10 000 Quadratmetern mit 16 Fertigungslinien im Tag- und Nachtbetrieb jährlich drei Milliarden Bauelemente. Das entspricht 85 Prozent der Siemens-Weltproduktion. "Die weltweit einmalige Simatic-Fertigung mit dem System Industrie 4.0 ermöglicht eine Prozess- und Produktqualität von über 99,99 Prozent. Ich kenne weltweit kein vergleichbares Werk, das an diese niedrige Fehlerquote herankommt", so Karl Heinz Büttner.

Barbara Lanzinger abschließend: "Wir wissen, dass die Kanzlerin ein großes Interesse an der Technik der vierten industriellen Revolution hat. Deshalb freue ich mich, dass wir unserer Bundeskanzlerin gemeinsam eine Einladung für einen Besuch in der Oberpfalz übergeben."
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