Preisanstieg "fällig" und ohne Klagen
Nachgefragt

Amberg. (ath) Alles wird teurer, auch am Bergfest sind heuer die Preise gestiegen. Bei der herkömmlichen Maß Bier im Schnitt um bis zu 30 Cent, die Bratwürste kletterten um 10 Cent auf 1,10 Euro das Stück. Brigitte Hirsch von der gleichnamigen Metzgerei begründet das vor allem mit den Preisen auf dem Annabergfest im benachbarten Sulzbach-Rosenberg. Dort habe die Wurst schon im vergangenen Jahr 1,10 Euro gekostet. Hirsch und viele andere Brater wollten da "einfach nachziehen" - immerhin erst ein Jahr später, wie die Unternehmerin aus Hohenkemnath betont. Sie macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube und verrät, dass es darüber durchaus Absprachen untereinander gegeben habe.

Auch die Bäcker verlangten im Schnitt etwas mehr; allein bei der normalen Semmel waren es bei den meisten 10 Cent Plus. Vonseiten der Brauereien betonen vor allem Anton Bruckmüller und Franz Kummert, dass die Preissteigerungen am Berg immer noch auf einem "erschwinglichen" und "angemessenen Niveau liegen" - ganz besonders im Vergleich zu manch anderen Festen, wo es längst teurer sei. Dass der Sprung nach oben bei der normalen Maß dennoch "gleich" 30 Cent ausmachte, lag laut Kummert an mehreren Faktoren.

Erstens sei vergangenes Jahr auf eine Preiserhöhung verzichtet worden und zweitens gebe es heuer neben allgemein gewachsenen Kosten bei Produktion und Vertrieb auch das "Problem" des Mindestlohns. Nicht allein mehr Geld koste das die Unternehmen, sondern auch mehr Aufwand unter anderem mit der dafür notwendigen Dokumentationspflicht. Und überhaupt war eine Preisanhebung aufgrund der generellen Teuerungen quasi ringsum für Herstellung, Energie und Logistik an sich fällig gewesen, schenkte auch Kummert der AZ reinen Wein ein.

Weder zu ihm noch zu seinem Vater Reinhold seien darüber massive Klagen gedrungen. Auch Anton Bruckmüller sagte, dass bei ihm während der Bergfestwoche "keine Beschwerden angekommen sind". Insofern glauben Brauer und Metzger nicht, dass es etwa höhere Preise gewesen wären, die die Leute abgehalten hätten, hinzugehen. Sie argumentieren ausschließlich mit dem heißen Wetter, nicht mit "überhitzten Preisen".

Im Blickpunkt 28 landen beim BRK, neun im Klinikum

Amberg. (ath) Kreislaufprobleme wegen der hochsommerlichen Hitze: Damit waren die Sanitäter der BRK-Bereitschaft Amberg 1 am Bergfest am meisten beschäftigt. 28 Leute mussten vor Ort im Sanitätszelt versorgt werden, zog Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch gestern für das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Amberg-Sulzbach, Bilanz. Bei neun Patienten war nach seiner Auskunft ein Transport mit dem Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Klinikum St. Marien erforderlich.

"Hinzu kam natürlich noch das Standardgeschäft am Bergfest", teilte Potsch auf einen anderen Aspekt abhebend mit. Er meinte damit "die unzähligen Pflaster für Blasen und wundgescheuerte Füße", die das BRK ausgab und aufbrachte. Zu den besucherstärksten Zeiten waren die Helfer nach seiner Auskunft immer mit sechs Sanitätern vor Ort. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen in der Festwoche über 650 Stunden Dienst.
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