Premiere lässt staunen

Dem neu arrangierten Lichterglanz schadete das Regenwetter nicht, eher im Gegenteil. Spiegelungseffekte verstärkten die beabsichtigten Pointierungen. Bild: Steinbacher

Eine Zeit lang wurde recht heftig diskutiert, dann war es still um die neue Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt geworden. Dafür fiel am Freitagabend die Überraschung umso größer aus.

(zm) Und es war eine gute Überraschung, als am oberen Ende der Georgenstraße mit einem Bubble-Druck Tausende kleiner LED-Birnchen in Betrieb gingen. Der dazugehörige Countdown wurde auf den Kopf gestellt und gemeinsam nach oben gezählt.

Als hätte der Adventskalender das Kommando gegeben, denn die Stadtwerke benötigen 24 Sekunden technische Vorlaufzeit bis zum entscheidenden Moment. Doch schon bei 23 brannten die Lichter, die sich vom Malteserplatz durch die Georgenstraße über den Marktplatz und Weihnachtsmarkt bis hinein in die Bahnhofstraße ziehen.

Es hat geklappt

Am Bubble standen die drei Protagonisten dieses Projektes, das - stufenweise zuschaltbar - die Innenstadt während der dunklen Monate und Adventswochen atmosphärisch aufwerten soll: Andreas Raab, Vorsitzender der Park- und Werbegemeinschaft (PWG), hatte sich seit Jahren für eine zeitgemäße Beleuchtung eingesetzt; Dieter Mußemann, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, machte das Thema zu einem Anliegen seiner Partei, und Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) brachte es fertig, teils mühsam eine Lösung der Finanzierung und jährlichen Abrechnung erfolgreich zu moderieren.

"Ganz ohne Stadtratsbeschluss hätten wir die Kraft wohl nicht gehabt", räumte Raab, der auch die Umsetzung intensiv begleitete, am Freitagabend erleichtert ein, als die Zigtausend Birnchen brannten. "Das muss man gesehen haben", sagte Cerny fast schon eher zu sich bei seinem ersten Blick bei Dunkelheit in den künstlichen Sternchenhimmel über ihm. Denn es sei am Ende noch "ein heißer Ritt auf scharfer Klinge" gewesen, ob alles klappt. Bis 17.20 Uhr hätten es die Techniker selbst nicht gewusst, um 18 Uhr brannte dann die neue Beleuchtung.

Noch eine Uraufführung

Ganz nach Plan verlief der Abend nicht. Ursprünglich sollte die Anschalt-Party auf dem Marktplatz gefeiert werden. Wegen eine Sturmwarnung verlegten am Freitagvormittag die Organisatoren den Termin kurzfristig vor und in den Club la Vida (ehemaliges Habana). Denn auch die Amberger Musikerszene brachte sich mit einer eigenen Aktion ein. Als lose Formation Jo and the Dudes & Friends präsentierten sie als weitere Premiere des Abends den Song "Give an Take" (Komposition/Arrangement Jonas Falkenstein und Moritz Ringeisen).

Das Stück begründet die Aktion Amberger Musiker für Flüchtlinge. Die dazugehörige CD (Produktionskosten übernahmen die Kommunalunternehmen der Stadt) kostet 5 Euro, der Erlös fließt der Flüchtlingshilfe in der Stadt zu. Eingebracht haben sich in die Aktion auch das Max-reger-Gymnasium, die Schwesternschule und die Schönwerth-Realschule.

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