Périgueux flaggt halbmast für die Opfer

Der französische Präsident François Hollande hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und den gestrigen Donnerstag zum nationalen Trauertag erklärt - erst der fünfte in der Geschichte der fünften Republik. Laut Anne-Marie Siméon, die die Redaktion der Zeitung Sud Ouest in der Amberger Partnerstadt Périgueux leitet, sei dies zuletzt nach dem 11. September und damit nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA geschehen.

Und davor waren damit die verstorbenen Staatspräsidenten Charles de Gaulle, Georges Pompidou und François Mitterand geehrt worden. Vor dem Rathaus von Périgueux wehen aus Respekt vor den Opfern des Terroranschlags die Fahnen auf halbmast. Die Sud Ouest selbst hat in ihrer Donnerstagsausgabe ebenfalls ein großes Zeichen gesetzt: Eine schwarze Titelseite, in weiß aufgedruckt drei Buchstaben: "NON" und in einem Editorial eine kurze Erklärung.

Mit diesem "Nein" wandte sich der Verlag klar gegen den Terror. "Das ist das erste Mal in der Geschichte unserer Zeitung, dass unsere Titelseite schwarz ist", erklärt die Redaktionsleiterin. An der landesweiten Schweigeminute gestern um zwölf Uhr beteiligte sie sich mit ihren Mitarbeitern. (san)
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