Prognose mit Haken

Gute Nachrichten von den Seniorenheimen der Bürgerspitalstiftung: In den nächsten Jahren rechnet Stadtkämmerer Franz Mertel unter dem Strich mit einem Plus in der Kasse.

Die Zahlen des Wirtschafts- und Haushaltsplanes der Bürgerspitalstiftung entwickelten sich besser, als geplant. Statt des für 2015 vorhergesagten Fehlbetrages bei den Pflegebetrieben in Höhe von 89 559 Euro steht nur noch ein Defizit von 39 802 Euro zu Buche.

Belegung entscheidend

In den folgenden Jahren sollen die Zahlen dann sogar ins Plus drehen. Für 2016 sieht der Erfolgsplan einen Überschuss von 130 011 Euro vor, für 2017 dann 184 066 Euro und 2018 sogar 235 870 Euro. Stadtkämmerer Franz Mertel gab sich bei der Sitzung des Stiftungsausschusses am Dienstagnachmittag im Clubraum des Heilig-Geist-Stiftes "vorsichtig optimistisch". "Diese Zahlen sind nur einzuhalten, wenn die prognostizierte Auslastung erreicht wird, Überbesetzungen beim Personal vermieden werden und keine unvorhergesehenen Ausgaben hinzukommen", erklärte er.

Bei der Belegung geht Mertel von einer Auslastung von 92 Prozent im Seniorenzentrum in der Schlachthausstraße aus. Beim Heilig-Geist-Stift (Infanteriestraße) legte er einen Wert von 94 Prozent zugrunde. Diese Planzahlen liegen geringfügig unter der tatsächlichen Belegung des vergangenen Jahres.

"Ich kann nur hoffen und wünschen, dass diese Prognosen zutreffen", sagte Stadtrat Rudolf Maier im Namen der CSU-Fraktion. "Der Plan hört sich jedenfalls sehr gut an." Dieter Amann von der SPD zeigte sich ebenso erfreut, warnte aber vor zu viel Optimismus. "Das schaut schon mal gut aus. Wir haben auf die Belegungszahlen aber kaum Einfluss", sagte er. "Das kann ruck, zuck auch in die andere Richtung gehen." Oberbürgermeister Michael Cerny fasste die Bedenken und Hoffnungen zusammen: "Klar ist und bleibt das eine ständige Herausforderung", erklärte er. "Doch die Zahlen zeigen, dass wir es schaffen können."

Die Mitglieder des Stiftungsausschusses hatten keine Einwände gegen den Wirtschafts- und Haushaltsplan 2015. Am Montag, 9. März, befasst sich der Stadtrat abschließend mit dem Thema.
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