Projekthilfe Dr. Luppa sammelt im Jubiläumsjahr 68 000 Euro für Burkina Faso - Insgesamt 170 ...
Ziel 50 000 Euro für 50 Jahre weit überflügelt

50 000 Euro für 50 Jahre Projekthilfe Dr. Luppa: Das war das Spendenziel der Afrika-Aktion Amberg, die die nach dem einstigen Ammersrichter Allgemeinarzt benannte Entwicklungshilfeorganisation zu ihrem runden Jubiläum 2014 ausgerufen hatte. Die Vorgabe wurde weit übertroffen. Rund 68 000 Euro kamen in nur neun Monaten bis zur Geburtstagsfeier im Oktober für den Bau eines Witwen- und Waisenzentrums in Burkina Faso zusammen.

Originelle Spenderaktionen

Allein das war ein überwältigender Vertrauensbeweis für den traditionsreichen Amberger Verein, wie Vorsitzender Dr. Ulrich Siebenbürger findet, der sich vor allem auch über das Engagement von Schulen, Firmen und anderen Institutionen für die Afrika-Aktion Amberg freute. Mit teils originellen Ideen und Beiträgen hatten sie sich am Spendensammeln beteiligt und so den Erfolg möglich gemacht, der heuer mit der Eröffnung des Versammlungs- und Schulungszentrums für entrechtete Frauen und Kinder am Rande der Hauptstadt Ougadougou gekrönt wurde.

Das berichtete der Vorsitzende bei der Jahreshauptversammlung im Kummert-Bräu und schob gleich eine weitere rekordverdächtige Summe fürs Jubiläumsjahr hinterher. "Mit etwa 170 000 Euro wurde ein Jahresergebnis bei Spendeneingang und Projektaufwendungen erreicht, das bisher nur nach dem Tsunami 2005 knapp übertroffen wurde", betonte Siebenbürger und nannte die wichtigsten Maßnahmen. Neben ländlicher Entwicklung wurden in Burkina Faso vor allem Frauengruppen durch Projekte gefördert, die ihnen ein kleines Einkommen ermöglichen. Dazu zählten die Herstellung von Taschen und Erdnussbutter sowie die Anschaffung zweier Getreidemühlen samt Aufbau einer kleinen Bäckerei und die Unterstützung einer Kooperation von Fischern am Bam-Stausee.

Fischerboote für Filipinos

"Insgesamt haben wir rund 69 200 Euro für Projekte in Burkina Faso aufgewendet", bilanzierte Siebenbürger, "damit liegt - wie im Vorjahr - der Schwerpunkt unserer Entwicklungsförderung in diesem westafrikanischen Land". Aber auch auf den Philippinen, wo einst die Entwicklungshilfe aus Amberg begann und mit der langjährigen Unterstützung der Stadt Sorsogon bekannt wurde, hat der Verein in seinem Jubiläumsjahr geholfen. Und zwar nach dem verheerenden Taifun Ende 2013 auf der Insel Ost-Samar, wohin nach einem weiteren Spendenaufruf 41 100 Euro flossen. Damit konnten vom Sturm zerstörte Fischerboote ersetzt werden, die vielen Familien eine neue Lebensgrundlage ermöglichten.

Dankbar war der Vorsitzende aber auch für die gute Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im Jubiläumsjahr, die den Verein mit Berichten über sein Wirken in der Erfolgsspur halte. Die ständige Aktualisierung des Spendeneingangs für die Afrika-Aktion 2014 und die Vorstellung aller Initiativen auf der Homepage der Projekthilfe, monatliche Rundmails sowie das ansprechend gestaltete Schaufenster im Büro an der Kasernstraße hob er besonders lobend hervor.
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