Provinzialbibliothek hat ihre Nutzer befragt
Alte Schätze und die digitale Welt

Auch optisch wirkt die Provinzialbibliothek am Malteserplatz in Teilen wie ein Relikt aus alter Zeit. Doch auch sie hat sich längst auf das digitale Zeitalter eingestellt. Bild: hfz
Die stetig zunehmende Digitalisierung unseres täglichen Lebens stellt auch Bibliotheken vor neue Herausforderungen. Es sind nicht mehr nur ausschließlich Büchereien, die auf Grundlage ihrer umfangreichen Sammlungen lediglich für Nutzer vor Ort Zugang zum Wissen vermitteln. Das Internet bietet vielfältige Wege der Informationsbeschaffung. Neben das klassische Sammelgut von Bibliotheken - der Bücher - treten ihre "Digitalisate" und elektronische Medien.

Aber wie nehmen die Benutzer der Provinzialbibliothek Amberg diese Verhältnisse wahr, die sich im digitalen Informationszeitalter grundlegend ändern, was Wissen und Information angeht? Zu einem großen Teil haben sich ihre Lesegewohnheiten ja bereits geändert. Wie sehen sie die Bedeutung des Kulturguts Buch? Welche zukünftige Rolle und welchen Wert werden Bibliotheken haben?

Nutzer befragt

Und es stellt sich natürlich die Frage, wie die Nutzer die Amberger Provinzialbibliothek einschätzen. Als moderne Einrichtung, die die interessierte Bevölkerung mit Literatur und Information versorgt, und/oder als Regionalbibliothek, die das Büchererbe aus den säkularisierten Oberpfälzer Klöstern verwahrt? Die Provinzialbibliothek hat Antworten auf diese Fragen gesucht und ihre Nutzer - Schüler, Studenten, Pädagogen, Literaturwissenschaftler, Historiker, Künstler, Schriftsteller und interessierte Bürger - befragt.

Die Interviews führte Anette Ruttmann, langjährige Begleiterin und Ideengeberin der Einrichtung, die auch immer wieder Beiträge für Schriften der Bibliothek geschrieben oder Vorträge gehalten hat. Zusammen mit Porträtaufnahmen der Nutzer, die der Fotograf Moritz Hüttner fertigte, wurden sie in einem ansprechend gestalteten Buch mit dem Titel "Bücherfreude - Leseglück - Digital(ver)lust" veröffentlicht und am Vorabend des Welttags des Buches in der Bibliothek vorgestellt.

Der Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg und Dozent an der Bayerischen Bibliotheksakademie München, Dr. Bernhard Lübbers, ging in seinem Vortrag "Das digitale Zeitalter und das gedruckte Buch" auf aktuelle Entwicklungen ebenso ein wie auf die Zukunft des Mediums, wie er sie sieht.
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