Quote steigt von 3,5 auf 3,8 Prozent - 453 offene Stellen
Typisch Dezember: Mehr Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen ist von November auf Dezember deutlich gestiegen. Mit dramatischen Einbrüchen rechnet die Agentur für Arbeit jedoch nicht, da sich durch das Saisonkurzarbeitergeld vielfach saisonbedingte Kündigungen im Bau- und Baunebengewerbe vermeiden ließen. Archivbild: tk
Amberg. (tk) Noch vor einem Jahr wirkte sich der damals milde Winter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Quote erhöhte sich nur geringfügig. Heuer ist das im Amberger Geschäftsstellenbezirk der Arbeitsagentur anders. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Bericht hervor. Mitte Dezember waren 2136 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 180 (8,8 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Quote kletterte von 3,5 auf 3,8 Prozent. Auch vor zwölf Monaten lag dieser Wert bei 3,8 Prozent.

"Für den merklichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat sind im Wesentlichen die jahreszeitlich bedingten, vorübergehenden Freisetzungen ursächlich", kommentiert der Leiter der Amberger Arbeitsagentur, Franz Elsner, die aktuellen Zahlen. Mit dramatischen Einbrüchen rechnet er jedoch nicht, da sich durch das Saisonkurzarbeitergeld vielfach saisonbedingte Kündigungen im Bau- und Baunebengewerbe vermeiden ließen.

Gesucht werden laut Elsner vor allem gut ausgebildete Fachkräfte aus der Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärbranche. Gefragt sind zudem Spezialisten wie Metallbauer, Industriemechaniker, Mechatroniker und Schweißer. Elsner: "Es besteht auch weiterhin Bedarf an qualifizierten Fachkräften der Gesundheitsberufe, jedoch vorwiegend für flexible Teilzeitkräfte." Ferner zeichne sich im IT-Bereich ein stärkerer Bedarf an fachlich qualifizierten Kräften ab.

• Im Dezember waren 2136 Personen arbeitslos gemeldet.

• Die Arbeitslosenzahl hat sich von November auf Dezember um 173 Frauen und Männer erhöht.

• Die Quote auf Basis aller ziviler Erwerbspersonen betrug 3,8 Prozent. Im November waren es 3,5 Prozent.

• Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag dieser statistische Wert bei 3,8.

• Im Bezirk Amberg meldeten sich 706 Personen neu oder erneut arbeitslos, das sind 60 mehr als im Dezember des Vorjahres.

• 539 Männer und Frauen beendeten ihre Stellenlosigkeit (- 21).

• Der Bestand an Stellen sank im Dezember um 26 auf 453. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 19 mehr.
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