Rechtzeitig in die Spur

Ein Anspiel am Gästekreis durch Katja Deml von der HG Amberg (rechts) auf Tina Lösch (Mitte vorne), beobachtet von Außenstürmerin Corinna Engelbrecht (hinten). Bild: Ziegler

Das Wie ist nach dem Spiel unwichtig. "Zwei Punkte, mehr interessiert mich nicht", sagt Trainer Martin Feldbauer nach dem ersten Saisonsieg der Amberger Bezirksoberliga-Handballerinnen. Der steht in der zweiten Hälfte auf der Kippe, als die Gastgeberinnen schier endlose zwölf Minuten nicht treffen.

Die HG Amberg gewann am Samstag mit 20:17 (14:10) gegen die SG Mintraching/Neutraubling II. Für die beiden punktlosen Teams stand viel auf dem Spiel, gerade die Gastgeberinnen wollten und mussten in eigener Halle endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Entsprechend der Bedeutung entwickelte sich ein absolutes Kampfspiel. "Mit nur einer gelernten Rückraumspiel-erin ist klar, dass wir uns jeden Treffer im Kleingruppenspiel oder in Eins-gegen-eins-Situationen erarbeiten müssen", schilderte Feldbauer die Lage. "Das ist extrem kräftezehrend, uns fehlen einfach die leichten Tore aus dem Rückraum."

Die Gäste hatten dazu eigentlich die Spielerinnen, doch der Aufsteiger agierte häufig zu nah an der Abwehr. Die Würfe verfehlten oft das Tor oder die über 60 Minuten konstant starke HG-Torhüterin Nicole Schobert parierte. Den Ambergerinnen gelangen 14 Treffer vor der Pause - ein hervorragender Wert. Nach dem Seitenwechsel war bei beiden Teams offensiv viel Sand im Getriebe. Die Gastgeberinnen erzielten zwölf Minuten keinen Treffer, ließen in dieser Phase auch nur zwei Gegentore zu, was für die gute Abwehrleistung auf beiden Seiten spricht. Angeführt von der treffsicheren Linkshänderin Katja Deml fand Amberg aber gerade noch rechtzeitig wieder in die Spur und hielt Mintraching/Neutraubling bis zum 20:17-Endstand auf Distanz.

Feldbauer lobte seine Mannschaft, die sich endlich mal selbst belohnt habe, für ihren Kampfgeist und ihre Leidenschaft. Besonders erfreulich: Alle acht Feldspielerinnen trugen sich die Torschützenliste eintragen. Das Team kann nun zwei Wochen regenerieren und will dann gegen den Tabellennachbarn aus Erlangen nachlegen.

HG Amberg: Tor: Schobert. Feld: Deml (9/3), Behringer (3/1), Lösch, Frisch (je 2), Karl, Hillen, Engelbrecht, Mertel (je 1).
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