Reeder-Double im Kinosaal

Marius Weber, der den jungen Mark Reeder spielt, Ringtheater-Inhaber Andreas Wörz sowie Thomas Binder (von rechts) und Eugen Burger (links) vom Kulturverein freuen sich schon auf ein besonderes Kino-Event am Freitag, 31. Juli. Gezeigt wird B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin. Bilder: Steinbacher(2)

Als Barista ist er für Kaffee zuständig. Doch seine Schwester fand, dass er eine Ähnlichkeit mit dem jungen Mark Reeder hat. Das verhalf Marius Weber zu einer Rolle in "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin". Am 31. Juli kann sich der 27-Jährige im Ringtheater selbst auf der Leinwand sehen.

"Sich selbst in einem Film zu sehen, ist schon ein komisches Gefühl", gesteht der Weidener, der in Amberg arbeitet, als er mit Kulturvereins-Vorsitzendem Thomas Binder, dessen Stellvertreter und Andreas Wörz über "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin" spricht. Diese Semidokumentation, also ein Spielfilm mit Elementen der Dokumentation, wird am Freitag, 31. Juli, im Ringtheater gezeigt.

Casting und Probe-Dreh

Webers Schwester Lilith ist Schauspielerin in Berlin. Als sie erfuhr, dass ein Double für den jungen Mark Reeder gesucht wurde, dachte sie: "Hey, der schaut doch aus wie mein kleiner Bruder." So kam es, dass Marius Weber zum Casting eingeladen wurde - und ein halbes Jahr später zum Probe-Dreh. Der gebürtige Weidener hatte die Rolle, nach drei Drehtagen war sein Auftritt im Kasten.

"Das war total abgefahren, ich stand noch nie vor der Kamera", sagt der 27-Jährige. Und es klingt, als könne er es selbst noch nicht glauben, dass er in einem Film mitspielt. Premiere hatte "B-Movie: Lust und Sound in West-Berlin" bei der Berlinale im Februar. Marius Weber gesteht, dass er mit schlotternden Beinen auf der Bühne stand - vor 700 Leuten. "Es ist wirklich Wahnsinn, sich selbst auf der Leinwand zu sehen." Bei den Berliner Filmfestspielen war es übrigens auch, dass er selbst zum ersten Mal den Streifen anschaute. Wenn im Ringtheater am 31. Juli der Film gezeigt wird, ist auch Marius Weber von der Partie.

Ringtheater-Besitzer Andreas Wörz freut sich schon auf die Vorführung. "Da kommt endlich mal wieder Leben in die Bude", sagt er lachend und fügt hinzu: "Die Stille ist nämlich fast schon unerträglich." (Hintergrund)
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