Regional und Öko sind sich grün

Es soll kein frommer Wunsch bleiben, sondern ein Ziel für die Region sein: Ökologische Landwirtschaft und regionale Verarbeitung und Vermarktung gehen zusammen. Davon sind der Chef des Landwirtschaftsamtes, Willibald Götz, Waltraud Lobenhofer von der AOVE und Isabel Lautenschlager vom Verein Naturpark Hirschwald überzeugt. Gemeinsam wollen sie Amberg-Sulzbach zu einer Öko-Modellregion machen. Bild: Hartl

Das Amberg-Sulzbacher Land würde gerne eine "staatlich anerkannte Öko-Modellregion" in Bayern werden. Dieses Prädikat wird bei einem Wettbewerb vergeben, für den sich der Landkreis und die Stadt gemeinsam bewerben wollen. Einen ersten wichtigen Schritt taten sie bei einer Regionalkonferenz.

Dazu hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach (AOVE) und dem Verein Naturpark Hirschwald in den König-Ruprecht-Saal des Zeughauses eingeladen. Über 60 Teilnehmer von allen 27 Landkreis-Gemeinden, Stadt Amberg, Behörden und Verbänden kamen und warfen am Donnerstagabend in Workshops ihre Wünsche und Vorstellungen für die Bewerbung als Öko-Modellregion in einen Topf.

AOVE und Naturpark Hirschwald, die die Federführung des Ganzen übernommen haben, haben nun die Aufgabe, Inhalte zu sichten, zu bündeln und nach verschiedenen Kategorien in den Bewerbungskatalog mit seinen Anforderungen einzuarbeiten. Profil und Vorgaben darin sind eher theoretischer Natur, konkrete Projekte werden wohl erst später in größerer Anzahl entstehen.

Denn das würde natürlich viel leichter gehen, wenn das Amberg-Sulzbacher Land unter den fünf Wettbewerbssiegern wäre, die zum zweiten Mal vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium gekürt werden. Alle fünf erhalten zur Entwicklung ihrer Öko-Modellregion eine staatliche Förderung, mit der vor allem eine entsprechende Fachstelle geschaffen werden kann, wie die beiden Geschäftsführerinnen von AOVE und Naturpark Hirschwald, Waltraud Lobenhofer bzw. Isabel Lautenschlager, zusammen mit Willibald Götz, dem Leiter des Amberger Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, erläuterten.

Diese Fachkraft müsste mit entsprechender Rückkoppelung zu den landwirtschaftlichen Betrieben und Verbänden Themen wie ökologische Produktion, Verarbeitung und Vermarktung unter einen Hut und auf den Weg bringen. In den ersten zwei Jahren gibt es eine 75-prozentige staatliche Bezuschussung für diese Stelle, danach müsste sie sich selber tragen. Lobenhofer, Lautenschlager und Götz bereiten sich aber nicht nur darauf und auf den Wettbewerb vor - bei Letzterem gilt es nun vor allem, die bereits vorhandenen Stärken des Amberg-Sulzbacher Landes zu präsentieren, die den weiteren Ausbau als Öko-Modellregion mit entsprechenden Konzepten sinnvoll erscheinen lassen.

Die drei wollen die Gedanken, die nun für die Bewerbung gesammelt werden, selbst bei Nichterfolg im Wettbewerb weiterverfolgen und zumindest mit einzelnen Projekten und guten Ideen in Sachen ökologischer Landbau weiterarbeiten.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.